Monatsbericht Dreisam Income – März 2019

Leichte Verluste von -0,44% (AK S), -0,48% (AK I) bzw. -0,53% (AK R) musste der Dreisam IncomeFonds im März hinnehmen.

Trotz der fulminanten Aufwärtsbewegung in den letzten Monaten an den Aktienmärkten sind einige Sektoren zuletzt im Februar kaum noch vorangekommen und konsolidierten im Monat März sogar. Eine lediglich den Markterwartungen entsprechende monetäre Unterstützung reicht für einen positiven Impuls für den einen oder anderen Sektor nicht mehr aus. Gleiches gilt auch für die US-Notenbank Fed, die verbal bereits so weit nach vorne gesprungen ist, dass die jetzt zur Umsetzung anstehende Zinspause oder das Ende der Bilanzreduktion kurzfristig kaum noch einen positiven Marktimpuls werden auslösen können. Hinzu kommt, dass die Rally an den Risikomärkten nicht mit einer fundamentalen Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einherging, ganz im Gegenteil: Alle Indikatoren – das globale verarbeitende Gewerbe sowie den Welthandel betreffend– haben sich in den vergangenen Wochen weiter verschlechtert. Auch die Unternehmensgewinne wurden deutlich nach unten angepasst, so dass die Rally an den Aktien- und an den Kreditmärkten hauptsächlich auf einer veränderten Stimmungslage und der Hoffnung einer konjunkturellen Stabilisierung fußen. Zudem besteht die Hoffnung, dass die Zentralbanken dauerhaft die Zinsen deutlich niedriger halten werden als noch vor sechs Monaten antizipiert. Dies führte zu einem generellen Repricing von Assets.

Grafik 1: Performance Branchenindizes in Europa

Die Einzelstrategien des Dreisam Income Fonds konnten vom allgemeinen Rückgang der Risikowahrnehmung im Berichtszeitraum nur teilweise profitieren. Besonders die schwachen Entwicklungen im Automobil- und Bankensektor, die sich auch in diesem Jahr auf den hinteren Rängen befinden, sorgten im Bereich der Expressanleihen für erstmalige Verluste in diesem Jahr. Das Portfolio ist allerdings weiterhin komfortabel aufgestellt, der Sicherheitsabstand hat sich weiter vergrößert. Der durchschnittliche jährliche Kupon befindet sich immer noch bei 6,5%. Ein Drittel des Portfolios wird in diesem Jahr auf aktuellem Niveau vorzeitig mit Gewinn zurückgezahlt und muss neu investiert werden.

Grafik 2: DREISAM Income Portfolio

Deutlich positiver dagegen entwickelte sich das Segment “Garantiedividenden/Spezialsituationen“. Zum Auslaufen der Quartalssaison berichten oftmals die Werte aus der „zweiten und dritten Reihe“. Das präsentierte Datenmaterial war unter dem Strich mehr als solide, angefangen bei Data Modul und DMG Mori mit Rekordzahlen, einer deutlichen Stabilisierung bei Homag oder aber auch operativen Fortschritten bei Stada. Und auch der Ausblick auf die kommenden 12 Monate stimmt ebenfalls zuversichtlich. Der Wermutstropfen an der aktuellen Situation lässt sich gut an den Aktien von Syzygy, einem Technologie- und Mediadienstleister rund um digitales Marketing, festmachen. Die Aktien haussierten nach Bekanntgabe erstklassiger Geschäftszahlen und Gewinnung prominenter Neukunden. Das derzeit negative Sentiment für Nebenwerte sorgt allerdings nur für kurzfristige Euphorie, die nach wenigen Handelstagen wieder komplett verflogen ist. Mittel- bis langfristig bauen sich gerade bei solchen Aktien mit der Option auf „Corporate Action“ interessante Renditepotenziale auf.

Die Substrategie „Prämie“ konnte im Berichtszeitraum keine weiteren Gewinne liefern. Die impliziten und realisierten Volatilitäten verharrten im März weiter auf niedrigem Niveau. Auf der einen Seite profitiert die Substrategie vom allgemeinen Rückgang der impliziten Volatilitäten (Short Volatilität). Auf der anderen Seite leidet sie aber auch an den niedrigen realisierten Volatilitäten auf Monatssicht (Long Volatilität). Hedging-Aktivitäten und Risikovorsorgen tun ihr Übriges.

Grafik 3: Performance Dreisam Substrategien seit Fondsauflage

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