Monatsbericht Dreisam Income – September 2019

Der Dreisam Income Fonds konnte in einem positiven Marktumfeld einen Gewinn von +3,14% (AK S), +3,12% (AK I) bzw. +3,06% (AK R) erzielen.

Nach der Korrektur im August, in der die Märkte ihren Aufwärtstrend vorläufig unterbrochen haben, konnten die Märkte im September wieder positive Monatsergebnisse liefern (SPX: 1,87%, DAX: 4,09% und SX5E: 4,29%). Die US-Aktienmärkte erholten sich angesichts der nachlassenden Befürchtungen über eine Eskalation des Handelskrieges und der erwarteten Zinssenkung durch die US-Notenbank (Fed). Auch die Europäische Zentralbank kündigte eine neue Welle von Stimuli an, um die Wirtschaft zu stützen, woraufhin die hiesigen Aktienmärkte kräftig stiegen.

In diesem Marktumfeld entwickelte sich der Dreisam Income positiv. Die expansive Geldpolitik sowie die neue TLTRO Runde halfen insbesondere dem Finanzsektor, der allein im September eine Performance von +8,97% hinlegte. Davon profitierte die Expressanleihen-Substrategie sehr stark, die eine hohe Investitionsquote in diesem Sektor hält (vgl. Abbildung 1) Im Berichtsmonat wurden nur wenige Änderungen und Anpassungen vorgenommen. Einige Expressanleihen wurden vorzeitig zurückbezahlt und in neue Strukturen reinvestiert.

Abbildung 1: Worst-off Underlying Performance und Expressanleihen-Exposure

Im Segment „Garantiedividenden/Spezialsituationen“ gab es einige Neuigkeiten, Einen Tag vor Fristende gaben die Kartellbehörden grünes Licht für die Übernahme von Innogy durch E.ON. Dann ging es Schlag auf Schlag. Justament wurde ein Squeeze-out-Verfahren eingeleitet. Die Zwangsabfindung beläuft sich auf 42,81 EUR je Aktie, könnte sich aber bei einem höheren Unternehmenswert im Bewertungsgutachten noch nach oben schieben. Ebenfalls offen bleibt der Abfindungspreis aus dem Übernahmeangebot. EON zahlte nun 37,59 EUR final pro Innogy-Aktie. Die im Zuge der Übernahme veröffentlichte Angebotsunterlage lässt aber durchaus Raum für einen anderen Bewertungsmechanismus, über den sich bereits einige Fachanwälte die Köpfe zerbrechen. Durch unseren damaligen günstigen Einstieg wurde ein angemessener EVENT-Ertrag erzielt. Die Option auf eine Nachbesserung ist somit kostenlos und nach unserer Lesart durchaus eine valide „stille Reserve“!

Bei First Sensor wurde der finale Wasserstand der weiteren Annahmefrist per 19.09.2019 bekanntgegeben. Die Annahmequote liegt bei 72,16% und somit im Rahmen der Erwartungen. Der First Sensor-Aktienkurs tendierte weiter fest in Antizipation einer Strukturmaßnahme. Der schnelle und konsequente Einstieg nach Ankündigung der Übernahme hat sich bereits in erheblichen Buchgewinnen niedergeschlagen.

Die Substrategie „Prämie“ konnte von der positiven Aktienmarktentwicklung nur leicht profitieren. Der Anstieg von knapp acht Prozent im Optionsmonat (16.08. – 20.09.) kam für das niedrige implizite Volatilitätsumfeld stärker als erwartet. Die Gewinne der gekauften Call-Spread Positionen wurden von den Verlusten aus den verkauften Call Optionen beinahe aufgezehrt. Hinzu kam, dass die Aktienmärkte nach den Notenbanksitzungen mehr oder weniger seitwärts tendierter und keinerlei Anpassungen zum Verfall mehr möglich waren. Damit blieb der Performancebeitrag bei +-0 aus der Substrategie im Berichtszeitraum.

Obwohl der Dreisam Income als Multi Income Fonds eine attraktive laufende Rendite besitzt, haben sich in den letzten 2,5 Jahren seit Auflage zusätzlich hohe stille Reserven angesammelt (vgl. Abbildung 3). Damit bietet er sich gerade im jetzigen Niedrigzinsumfeld als gute Alternative zu klassischen Renten- oder Mischfondskonzepte an, die ihren Fokus nicht so sehr auf Kursgewinne, sondern auf Einkommensquellen setzen.

Abbildung 2: Dreisam Income Substrategien Performance seit Auflage

Abbildung 3: laufende Rendite und stille Reserven im Dreisam Income Fonds

 

 

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