Monatsbericht GREIFF „special situations“ Fund November 2018

In einem durch hohe Volatilitäten geprägten Monat konnte sich der GREIFF special situations Fund gut behaupten. Im Berichtszeitraum 31.10.2018 – 30.11.2018 stand letztlich ein Wertzuwachs von 0,30% (I-Tranche) bzw. 0,22% (R-Tranche) zu Buche. Die anhaltenden makroökonomischen Belastungsfaktoren rund um Themen wie Brexit, Italiens Wirtschaft, Handelsstreit und eine sich verlangsamende Weltkonjunktur erwiesen sich auch aktuell als Blaupause der Vormonate. Der DAX markierte folgerichtig zur Monatsmitte ein neues Jahrestief. Erst vorsichtigere Töne zum weiteren Fortgang der Zinspolitik seitens des amerikanischen Notenbankchefs Powell sowie Aussichten auf eine temporäre Abkühlung im Handelsstreit zwischen den USA und China sorgten zum Ende des Monats für eine etwas positivere Grundstimmung unter den Börsianern. Am Ende war dies aber nicht genug, um dem deutschen Leitindex DAX noch in positives Terrain zu verhelfen. Dieser schloss den Monat (31.10.2018 – 30.11.2018) mit einem Wertverlust von 1,66%. Noch deutlicher machte sich die Unsicherheit wieder einmal bei den Werten der zweiten Reihe breit. So verzeichneten der MDAX mit -3,01% und der SDAX mit gar -4,88% im Berichtszeitraum (31.10.2018 – 30.11.2018) deutlichere Verluste.

Nicht ganz ans Ziel hat es die Niddahealthcare mit dem Delisting-Erwerbsangebot für die Aktien der Stada geschafft. Mit 93,61% fehlt noch ein gutes Stück zu den anvisierten 95%, die einen aktienrechtlichen Squeeze-Out ermöglichen. Das Portfoliomanagement hatte sich hier für eine Teileinreichung entschieden. Mit der Aufnahme des Handels an der Regionalbörse in Hamburg bleibt die Stada-Aktie mit einem unverändert positiven Chance-/Risikoprofil weiter ein Kerninvestment im Bereich der Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge. Insgesamt bleibt mit Blick auf den SAFETY-Baustein festzustellen, dass bei dem aktuell rauen Fahrwasser an den Aktienmärkten hier etwas Ruhe einkehrt.

Positiv entwickelte sich so auch der Baustein Event. Das feste Regelwerk zu fixen Abfindungspreisen verlieh dem Portfolio im Berichtsmonat ein hohes Maß an Stabilität. Folgerichtig wurde dieser Baustein durch das Portfoliomanagement in den zurückliegenden Wochen deutlich ausgebaut. Neu aufgenommen wurde hier die italienische Luxottica, der weltgrößte Hersteller von Brillen. Die Übernahme durch die französische Essilor befindet sich hier auf der Zielgeraden. Der Bieter hält bereits mehr als 93% der Anteile und das Endspiel offeriert dem Anleger noch die ein oder andere Option – bei begrenztem Risiko. Auch bei Linde – wir berichteten – ist man wieder einen Schritt weiter. Die letzte Hautversammlung, die die Kursnotiz der „alten“ Linde final besiegeln wird, ist bereits für Dezember anberaumt. Wir sind gespannt, wie kontrovers die Grundsatzfragen der Unternehmensbewertung hier diskutiert werden. Mit Blick auf die aus unserer Sicht gegebene Chance für eine gerichtliche Nachbesserung wurden im Berichtsmonat attraktive Einstandskurse weiter zum Ausbau der Position genutzt. Als Dauerbrenner in Sachen Wertsteigerung erwies sich im November wieder einmal die Westgrund. Das Immobilienunternehmen mit Schwerpunkt in Berlin konnte den NAV im laufenden Jahr erneut deutlich steigern. Bei der Übernahme des Eisenbahnlogistikers VTG sind inzwischen die letzten Unsicherheiten mit Blick auf die Angebotsbedingungen beseitigt. Nachdem der Bieter seinen Verzicht auf die SDAX-Klausel erklärte und die regulatorischen Freigaben allesamt erteilt wurden, hat der externe Gutachter auch die OFAC-Compliance wegen potentieller Sanktionierungen für das Russlandgeschäft bestätigt. Mit Ablauf der initialen Angebotsfrist hält die Warwick nunmehr rund 61% am Zielunternehmen.

In einer insgesamt eher schwachen Berichtssaison zum 3. Quartal konnte das Softwareunternehmen PSI mit einer Erhöhung der Prognose überzeugen. Hier läuft es nach den vielen Investitionen der Vergangenheit so gut wie lange nicht mehr. Mit Blick auf das traditionell starke Schlussquartal, den gut gefüllten Auftragsbüchern, einer starken Pipeline sowie den guten Ergebnissen aus der aktuellen Transformationsphase sieht das Portfoliomanagement weiteres Potenzial für positive Überraschungen. Gegen den Markt konnte sich auch die 1&1 Drillisch mit zweistelligen Kurszuwächsen behaupten. Für Beruhigung sorgte die Vorlage der Quartalszahlen zur Monatsmitte. Auch die Sorgen um einen kapitalintensiven Einstieg in den Netzausbau für 5G scheinen sich hier zunächst nicht zu bestätigen. Faktisch ist der Großaktionär United Internet über ein sog. Business Combination Agreement aus der Übernahme, die seinerzeit zu 50,00 EUR je Aktie erfolgte, noch bis 2020 für weitere Strukturmaßnahmen gesperrt. Aber vielleicht regen die aktuellen Kursniveaus den Bieter zu einer Neubewertung der Ausgangslage an.

Wir sehen das Portfolio für die verbleibenden Handelstage des Jahres 2018 in guter Balance. Sämtliche Aktivitäten des Portfoliomanagements bleiben hierbei diszipliniert auf die Erzielung einer attraktiven, risikoadjustierten Rendite ausgerichtet.

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