Mark Schnieder
6. Mai 2019 489 Views

Monatsbericht Greiff Systematic Allocation Fund – April 2019

Greiff Systematic Allocation erhöht die Aktienquote auf 68%

Der Greiff Systematic Allocation Fund erhöhte im Monat April die Aktienquote von 57% auf 68% und baute seine Gewinne bei niedriger Volatilität aus. Seit Jahresbeginn überzeugt der Fonds mit einem Zuwachs von 6,1% (I-Tranche) und 5,9% (R-Tranche). Beide Tranchen des Fonds erzielten im April 2019 eine Performance von 1,3%. Davon sind nach Kosten und Währungssicherung ca. 1,4% auf Aktien und ca. -0,1% auf Anleihen zurückzuführen.

Entwicklung des Fonds

 

Die Aktienmärkte vollzogen im April eine bemerkenswerte Rally. Anleihen – sowohl Treasuries als auch Bundesanleihen – gaben hingegen leicht nach.

Der Greiff Systematic Allocation Fund konnte diesem Umfeld ebenfalls zulegen und den Monat April mit einem Alltime-High (NAV I-Tranche: 103,48) abschließen. Die Volatilität war weiterhin bemerkenswert niedrig, was insbesondere an der „dämpfenden“ Wirkung der US-Treasuries lag.

Entwicklung der Aktienquote seit Fondsauflage

Durch Aufnahme von zusätzlichen 23 Aktien erhöhte sich die Anzahl der im Fonds gehaltenen Positionen auf 147, wovon 94 auf US-Titel entfallen, was einer Aktienquote von ca. 25% auf Portfolioebene entspricht. Das EU-Portfolio war in 53 Aktien investiert, die Aktienquote lag somit bei ca. 42%.

Die größten Branchengewichte stellten zum Stichtag die Branchen Industrie mit 10%, Technologie mit 7% und Versorger mit 6% des Fondsvolumens.

Der nicht in Aktien investierte Teil des Portfolios war zu ca. 6% in der Kasse, ca. 4% in Bundesanleihen und zu ca. 23% in US-Treasuries angelegt. USD-Positionen wurden abgesichert.

Investitionsbeispiel Juniper Network Inc.

Das obige Beispiel zeigt die Aktie Juniper Networks Inc. Die Gesellschaft bietet Kommunikations-Technik und -Dienstleistungen. Wettbewerber sind u.a. bekanntere Namen wie Huawei und Cisco. Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 10 Milliarden USD befindet sich das Unternehmen unter den kleineren Unternehmen des S&P 500. Die Aktie wurde mit einer Gewichtung von ca. 0,25% am 15.4.2019 gekauft, nachdem eine Ausbruchsformation bei ca. 27 USD überschritten wurde. Der Stopp-Loss wurde bei ca. 25,50 USD festgelegt.

Verkaufsbeispiel Deutsche Bank AG

Nicht gänzlich vor Fehlsignalen geschützt sind auch die sich im Greiff Systematic Allocation Fund befindlichen Titel.  Ein gutes Beispiel ist hierbei die Aktie der Deutsche Bank. Gerade in für einzelne Unternehmen schwierigen Phasen, in denen Marktteilnehmer in Bezug auf die Bewertung im wahrsten Sinne hin- und hergerissen sind, können sich – auch wiederholt – Käufe und kurz darauf Verkäufe ergeben. So geschehen zuletzt am 26.04.2019 nach einem Kauf kurz davor am 17.04.2019.

Bei jedem Investmentprozess kommen derartige Fehlsignale vor, das ist normal und gehört dazu. Aufgrund der breiten Analysebasis (es werden täglich 700 Unternehmen analysiert) ist es unwahrscheinlich, dass sich alle Unternehmen zur selben Zeit ebenso verhalten und das Risiko derartiger Fehlsignale wird dadurch reduziert.

Auch investiert der Fonds nur in geringen Positionsgrößen. Somit fallen einerseits nur sehr geringe Transaktionskosten an (alle strategiebedingten Transaktionen im April verursachten Kosten von ca. 0,02%) und andererseits ist die Entwicklung einer einzelnen Aktie für die Gesamtentwicklung des Fonds nicht maßgeblich entscheidend. Vielmehr werden durch die vielen prozentual kleinen Transaktionen lediglich geringe Änderungen in der Allokation des Fonds vorgenommen. Dadurch wird das Risiko ungünstiger Timing-Entscheidungen diversifiziert.

Die systematische Anlagestrategie des Greiff Systematic Allocation Fund ermöglicht einerseits an positiven Aktienmärkten zu partizipieren, bei gleichzeitig deutlicher Risikoreduzierung, insbesondere in negativen Aktienmärkten.

 

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