Monatsbericht Greiff Systematic Allocation Fund – August 2019

Der Greiff Systematic Allocation Fund reduzierte im Monat August die Aktienquote von 75% auf 58%, was sich in Anbetracht der turbulenten Aktienmarktbewegungen stabilisierend auf den Kursverlauf des Fonds auswirkte. Hierbei begrenzte sich der Verlust im Monat August auf lediglich 0,2% (I-Tranche). Seit Jahresbeginn überzeugt die Performance mit +7,7% (I-Tranche) bei einer bemerkenswert niedrigen Volatilität von 5,5%.

Entwicklung des Fonds

War der Juli noch geprägt von Allzeithochs, herrschten hingegen im Berichtsmonat Unsicherheiten dank des erneut aufkeimenden Handelskonflikts zwischen den USA und China sowie sich verstärkenden Rezessionsängsten in Europa. Sowohl die amerikanischen als auch die europäischen Aktienmärkte verzeichneten im August Verluste. Der DAX verlor 2,1%, der EuroStoxx schloss mit  -1,3% und der S&P 500 verzeichnete einen Verlust in Höhe von 1,6%. Im Gegensatz dazu legten 10-jährige US-Treasuries 4,16% und 10-jährige Bundesanleihen mit 2,6% deutlich zu.

Der Greiff Systematic Allocation Fund konnte sich zu Beginn des Monats den allgemeinen Aktienmarktverlusten nicht entziehen. Aufgrund der sukzessiven Reduzierung der Aktienquote um ca. 17% sowie der dämpfenden Wirkung der Anleihen konnten weitere Verluste gegenüber den weltweiten Märkten im Laufe des Monats deutlich reduziert werden. Insgesamt erzielte der Fonds im Berichtsmonat eine Performance von -0,2%. Diese wurde mit ca. -1,1% durch Aktien und ca. +0,9% durch Anleihen erreicht.

Entwicklung der Aktienquote seit Fondsauflage

Die Anzahl an Aktien wurde um 32 Titel (netto) von 158 auf 126 reduziert. Darunter sind 85 US- (24%) und 41 EU-Werte (34%). Im Laufe des Monats wurden 19 Aktien neu allokiert/ gekauft/ hinzugekauft und 51 Titel verkauft. Während die Verkäufe überwiegend zu Beginn des Monats stattfanden, wurde die Aktienquote durch Käufe zum Monatsende leicht erhöht.

Das Portfolio war mit Blick auf die Sektoren breit diversifiziert. Das größte Gewicht weist „Industrie“ mit ca. 9% auf, danach folgen die Sektoren „Technologie“ (6%) und „Versorger“ mit 5,8%.

Der nicht in Aktien investierte Teil des Portfolios war zu ca. 4,5% in der Kasse, ca. 11% in Bundesanleihen und zu ca. 26% in US-Treasuries investiert. USD-Positionen sind stets abgesichert.

Investitionsbeispiel ManpowerGroup Inc.

Das Unternehmen ManpowerGoup Inc. gehört mit einer Marktkapitalisierung von ca. 5 Mrd. USD zum S&P Midcap 400 Index, den 400 mittelgroßen US-amerikanischen Gesellschaften. Das Unternehmen, welches 1948 in Milwaukee/ Wisconsin gegründet wurde, ist heutzutage eines der größten und führenden Unternehmen im Bereich Personaldienstleister.

Der Aktienkurs von ManpowerGroup hat sich in der ersten Hälfte der vergangenen 3 Jahre stets positiv entwickelt, wohingegen der Aktienkurs in den letzten eineinhalb Jahren auf das anfängliche Niveau von Januar 2016 (ca. 80$) fiel. Nichtsdestotrotz konnten die Dividenden des Unternehmens über all die Jahre kontinuierlich erhöht werden und obwohl in den USA beheimatet, wird knapp 70% des Jahresumsatzes in Europa erzielt.

Die Investition in ManpowerGroup ist ein gutes Beispiel für den effektiven Einsatz der (trailing) Stopp-Loss Systematik und damit einhergehend engen Verlustbegrenzung. Das erste Kaufsignal erfolgte bereits im Juli 2016. Aufgrund der guten Unternehmensentwicklung erfolgten über lange Zeit keine Verkaufssignale. Das Stopp-Loss Level wurde zusätzlich regelmäßig angehoben und ca. 1 3/4 Jahre nach Kauf ausgelöst. Gefolgt von einem klaren Abwärtstrend über einen längeren Zeitraum wurde im April dieses Jahres schließlich ein erneutes Kaufsignal generiert. Diesmal hingegen konnte sich kein klarer Aufwärtstrend kristallisieren und so wurde 4 Monate später erneut der Stopp-Loss ausgelöst.

Obwohl es im Fonds tägliche Veränderungen und Anpassungen gibt, sind viele Investitionen bei positiver Entwicklung langfristig ausgelegt. Zwischen dem ersten Kauf- und Verkaufssignal lagen im vorliegenden Beispiel 1 Jahr und 9 Monate. Die Rendite inkl. Netto-Dividenden belief sich in diesem Zeitraum auf ca. +85%. Das entspricht annualisiert mehr als +43%. Beim zweiten Kauf- und Verkaufssignal lagen hingegen nur 4 Monate, mit einem Maximalverlust in Höhe von ca. 10%.

Aufgrund der geringen Positionsgröße ist die Entwicklung einer einzelnen Aktie für die Gesamtentwicklung des Fonds nicht maßgeblich entscheidend. Vielmehr werden durch die vielen prozentual kleinen Transaktionen lediglich geringe Änderungen in der Allokation des Fonds vorgenommen. Dadurch wird das Risiko ungünstiger Timing-Entscheidungen diversifiziert.

Generell ermöglicht die systematische Anlagestrategie des Greiff Systematic Allocation Fund einerseits an positiven Aktienmärkten zu partizipieren, bei gleichzeitig deutlicher Risikoreduzierung, insbesondere in stark negativen Aktienmärkten.

 

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