Mark Schnieder

Monatsbericht Greiff Systematic Allocation Fund – Januar 2020

Der Greiff Systematic Allocation Fund startete in das neue Jahr mit einer Aktienquote von ca. 93%, die in Folge zunächst auf 97% ausgebaut wurde und mit ca. 93% den Monat Januar beendete.

Der Fonds konnte in der ersten Monatshälfte aufgrund der hohen Aktiengewichtung die Gewinne deutlich ausbauen und zwischenzeitlich ein neues Allzeithoch erreichen. Den Monat beendete der Fonds mit einer Performance von -0,6%/-0,7% (I-Tranche / R-Tranche) bei weiterhin niedriger Volatilität von 6% seit Auflage.

Entwicklung des Fonds

Nach anfänglich deutlichen Gewinnen im US- und im Europäischen Aktienmarkt, ausgelöst durch die erste Phase des USA-China Handelsabkommens, überwog in der zweiten Januarhälfte die Angst vor den mutmaßlichen Folgen des Coronavirus. Aufgrund der Einschränkungen innerhalb Chinas wird mit einem deutlich negativen Einfluss auf das weltweite Wirtschaftswachstum gerechnet. Der S&P 500 schloss den Monat Januar mit +0,3%, der S&P 400 mit -2,5%, der EuroStoxx 50 mit -2,75% und der DAX mit -2,0% ab. 10-jährige US-Treasuries legten um ca. 3,6% und 10-jährige Bundesanleihen um ca. 2,7% zu.

Da der Greiff Systematic Allocation Fund nahezu vollständig in Aktien investiert war, resultierte das Ergebnis des Fonds von -0,6%/-0,7% (I-Tranche / R-Tranche) ausschließlich aus den Aktienanlagen, die sich im Vergleich zu den Aktienindices deutlich stabiler zeigten.

Entwicklung der Aktienquote seit Fondsauflage

Die US-Aktienquote erhöhte sich von 43% auf 45% und die EURO-Aktienquote reduzierte sich leicht von 50% auf 48%. Zum Stichtag waren 145 US-Werte (45%) und 51 EURO-Werte (48%) im Portfolio.

Das Portfolio war mit Blick auf die Sektoren breit diversifiziert. Das größte Gewicht weist „Industrie“ mit ca. 17% auf, danach folgen die Sektoren „Technologie“ (14%) und „Finanzdienstleister“ mit 8%.

Der nicht in Aktien investierte Teil des Portfolios war zum Stichtag zu ca. 5% in der Kasse und zu ca. 2% in US-Treasuries investiert. USD-Positionen sind stets abgesichert. Aufgrund der hohen Euro-Aktienquote wurden keine Bundesanleihen gehalten.

Investitionsbeispiel ASML Holding NA

Das Unternehmen ASML Holding NA gehört zu den 50 größten Euroland-Börsenunternehmen und ist im EuroStoxx 50 verzeichnet. Das Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden hat eine Börsenkapitalisierung von mehr als 100 Mio. Euro. Das Unternehmen stellt Maschinen und Anlagen für die Halbleiterproduktion her.

Der systematische Ansatz des Fonds identifizierte das Unternehmen bereits im Jahr 2016 vor einer sehr langen Aufwärtsphase, die erst im September 2018 endete – also kurz vor Auflegung des Fonds. Anfang 2019 erfolgte dann die Investition im Greiff Systematic Allocation Fund, nachdem die kurze Korrektur der Aktie beendet wurde. Im obigen Schaubild ist ersichtlich, wie die Stopp-Loss Systematik den Stopp mit steigenden Kursen nachzieht. Anfang 2020 erfolgte dann im Zusammenhang mit dem Coronavirus eine kurze Schwächephase, die zu einem Verkauf führte.

Das Beispiel zeigt, dass das Risikomanagement im Vordergrund steht und Positionen verkauft werden, um vermeintlich größere Verluste zu vermeiden. Langfristig betrachtet erscheint es, als wenn hier zunächst Gewinne mitgenommen werden.

Aufgrund der geringen Positionsgröße ist die Entwicklung einer einzelnen Aktie für die Gesamtentwicklung des Fonds nicht maßgeblich entscheidend. Tritt diese Entwicklung allerdings vermehrt auf und werden zunehmend Aktien aufgrund ähnlicher Muster verkauft, sinkt die Aktienquote und der Fonds adaptiert sich ändernde Marktbedingungen.

Generell ermöglicht die systematische Anlagestrategie des Greiff Systematic Allocation Fund einerseits an positiven Aktienmärkten zu partizipieren, bei gleichzeitig deutlicher Risikoreduzierung, insbesondere in stark negativen Aktienmärkten.

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