Monatsbericht Greiff Systematic Allocation Fund – Juli 2019

Erfreulicherweise konnte der Greiff Systematic Allocation Fund das Fondsvolumen durch nennenswerte Mittelzuflüsse auf über 24 Mio. Euro steigern. In diesem Zusammenhang danken wir allen neuen und bereits investierten Anlegern für das entgegengebrachte Vertrauen.
Der Fonds erzielte im Monat Juli einen Wertzuwachs von 0,7% (I-Tranche). Seit Jahresbeginn überzeugt die Performance mit +7,9% (I-Tranche) bei einer bemerkenswert niedrigen Volatilität von 4,7%.

Entwicklung des Fonds

Nach den deutlichen Kursgewinnen im Juni konnte der S&P 500 auch im Juli ein weiteres Allzeithoch markieren. Trotz gemischter Unternehmensergebnisse überwogen die scheinbar positiven Erwartungen zum Handelskonflikt und die in Aussicht gestellten Maßnahmen der FED zur Stützung der Konjunktur. Weniger positiv gestimmt sind jedoch die Unternehmen in Europa. Die europäischen Aktienmärkte verzeichneten zuletzt Verluste trotz anfänglicher Euphorie aufgrund der weiterhin akkommodierenden Geldpolitik Draghis.

Der DAX verlor im Juli 1,7%, der EuroStoxx schloss mit +0,1% und der S&P 500 gewann 1,4%. 10-jährige US-Treasuries stagnierten bei +0,1%, während 10-jährige Bundesanleihen mit 1,4% deutlich zulegten.

Der Greiff Systematic Allocation Fund konnte ebenfalls im Juli wieder ein Allzeithoch markieren, wobei sich die Gewinne in den letzten beiden Juli-Tagen moderat reduzierten und zwar analog zur allgemeinen Entwicklung an den Aktienmärkten. Insgesamt erzielte der Fonds eine Juli-Performance von 0,7. Diese wurde mit ca. 0,6% durch Aktien und ca. 0,1% durch Anleihen erreicht.

Entwicklung der Aktienquote seit Fondsauflage

Die Anzahl an Aktien wurde um 27 Titel von 131 auf 158 erhöht. Darunter sind 101 US (29%) und 57 EU-Werte (46%). Im Laufe des Monats wurden 36 Aktien neu hinzugenommen und 9 Titel verkauft. Die Aktienquote erhöhte sich somit sukzessive auf ca. 75% und erreichte damit den höchsten Wert seit Fondsauflage.

Das Portfolio war mit Blick auf die Sektoren breit diversifiziert. Das größte Gewicht weist „Industrie“ mit ca. 14% auf, danach folgen die Sektoren „Technologie“ (9%) und „Versorger“ mit 6%.

Der nicht in Aktien investierte Teil des Portfolios war zu ca. 3% in der Kasse, ca. 1,6% in Bundesanleihen und zu ca. 20% in US-Treasuries angelegt. USD-Positionen sind stets abgesichert.

Investitionsbeispiel Rollins Inc.

Das Unternehmen Rollins Inc. gehört mit einer Marktkapitalisierung von ca. 11 Mrd. USD zu den 500 größten US-amerikanischen Gesellschaften. Rollins Inc. ist ein Familienunternehmen, das sich mit Ungeziefer- und Schädlingsbekämpfung auseinandersetzt. Darunter fallen z.B. Termiten und Wanzen.

Der Aktienkurs von Rollins hat sich in den vergangenen 10 Jahren stetig positiv entwickelt. Auch die Gewinne und Dividenden des Unternehmens sind kontinuierlich gewachsen. Obwohl weltweit tätig, wird über 90% des Jahresumsatzes in den USA erzielt. Da Häuser in den USA überwiegend aus Holz erbaut werden, ist nachvollziehbar, warum insbesondere Termitenbekämpfung ein erträgliches Geschäft darstellt.

Die Investition in Rollins ist ein gutes Beispiel für eine langfristig erfolgreiche Anlage. Das ursprüngliche Kaufsignal erfolgte bereits im Oktober 2016. Aufgrund der guten Unternehmensentwicklung erfolgten über lange Zeit keine Verkaufssignale. Das Stopp-Loss Level wurde zusätzlich regelmäßig angehoben. Mit Start des Fonds im November 2018 wurde auch in diese Aktie investiert. In den letzten 12 Monaten erhöhte sich allerdings die Volatilität der Aktie und der bis dahin intakte Aufwärtstrend wandelte sich in eine volatile Seitwärtsbewegung, bis im Juli 2019 eines unserer Ausstiegskriterien erfüllt wurde.

Obwohl es im Fonds tägliche Veränderungen und Anpassungen gibt, sind viele Transaktionen bei positiver Entwicklung langfristig ausgelegt. Zwischen Kauf- und Verkaufssignal lagen im vorliegenden Beispiel 2 Jahre und 9 Monate. Die Rendite inkl. Netto-Dividenden belief sich in diesem Zeitraum auf ca. 95%. Das entspricht annualisiert mehr als 27% p.a.

Aufgrund der geringen Positionsgröße ist die Entwicklung einer einzelnen Aktie für die Gesamtentwicklung des Fonds nicht maßgeblich entscheidend. Vielmehr werden durch die vielen prozentual kleinen Transaktionen lediglich geringe Änderungen in der Allokation des Fonds vorgenommen. Dadurch wird das Risiko ungünstiger Timing-Entscheidungen diversifiziert.

Generell ermöglicht die systematische Anlagestrategie des Greiff Systematic Allocation Fund einerseits an positiven Aktienmärkten zu partizipieren, bei gleichzeitig deutlicher Risikoreduzierung, insbesondere in stark negativen Aktienmärkten.

 

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