Monatsbericht PARAGON UI – August 2019

Mit +0,48% (AK S), +0,44% (AK I / AK F) bzw. +0,46% (AK R) Gewinn konnte der PARAGON UI Fonds auch im August seinen stabilen Aufwärtspfad gegen den Markttrend (DAX: -2,05%, S&P 500: -1,58%) fortführen und neue Allzeithochs produzieren.

In den vergangenen Monaten hatte sich so einiges zusammengebraut: Zum einen hat die Kehrtwende in der Geldpolitik, vom Versuch der geldpolitischen Normalisierung hin zu einer erneut expansiven Ausrichtung, die Kapitalmärkte elektrisiert und deutlich ansteigen lassen. Im Gleichschritt mit den Kursanstiegen sind auch die geldpolitischen Erwartungen der Marktteilnehmer kontinuierlich in die Höhe geschnellt. Diese sind, selbst bei einem „dovishen“ Agieren der Notenbanken, nur noch schwer zu übertreffen. Zum anderen wurden konjunkturelle Warnsignale ignoriert. Die Datenpunkte aus der Realwirtschaft schwächten sich kontinuierlich ab, die Stimmung der Unternehmen hat sich merklich eingetrübt, und die Quartalszahlen spiegeln ebenfalls ein zunehmend schwieriger werdendes Umfeld wider. Diese Großwetterlage war bereits angelegt, als Donald Trump mit der Ankündigung neuer Zölle im August neue Gewitter an den Kapitalmärkten auslöste. Die Aktienmärkte in Europa und USA fielen dabei zeitweise bis zu sechs Prozent, stabilisierten sich aber zum Monatsende mit +2,05% (DAX), -1,06% (ESTX50) und -1,58% (S&P500) wieder.

Grafik 1: Volatilitäten an den Aktien- und Rentenmärkten

Die PARAGON-Strategie profitierte im Berichtszeitraum vom allgemeinen (nicht zu starken) Anstieg der Volatilitäten. Insbesondere der Abwärtstrend an den Aktienmärkten im Optionsmonat August (19.07. – 16.08.19) sorgte für einen positiven Performancebeitrag. Die gekauften Put-Spread-Positionen produzierten dabei Gewinne, die zu finanzierenden verkauften Put-Optionen verfielen größtenteils wertlos. Einige Put-Optionen wurden aufgrund der zwischenzeitlich stark angestiegenen impliziten Volatilitäten aus Risikogesichtspunkten in den Folgemonat gerollt. Die anschließende Kurserholung an den Aktienmärkten in der zweiten August-Hälfte sorgte schließlich auch bei diesen (gerollten) Positionen für weitere Gewinne.

Grafik 2: Performance Staatsanleihen seit Jahresanfang in Prozent

Staatsanleihen in der Eurozone haben seit Anfang des Jahres mit einem Plus von 9,5% eine spektakuläre Performance gezeigt. Die Performance spiegelt dabei fast ausschließlich Kursgewinne aufgrund der in fast allen Euroland-Staatsanleihemärkten (bis in den langen Laufzeitbereich) ins Negative gefallenen Renditen wider. Der Barwert der zukünftigen Zahlungsströme (Kupon- und Rückzahlung) steigt. Dies bedeutet jedoch zwangsläufig, dass die zukünftigen Erträge dieser Anlagen zu einem großen Teil negativ sein werden und positive Performance von Anleiheportfolios nur noch über eine Migration in Richtung Credit zu erzielen ist. Da inzwischen jedoch EUR-Unternehmensanleihen in Höhe von etwa 1000 Mrd. USD schon mit negativer Rendite handeln, ist auch hier ein Entrinnen vor niedriger/negativer Performance kaum möglich, selbst wenn die Ausfallquoten bei Unternehmensanleihen weiterhin auf den aktuell sehr niedrigen Niveaus bleiben. Ganz zu schweigen von temporären Creditspread-Ausweitungen (wie in Q4/2018 gesehen), die für zwischenzeitlich größere Verluste in den Kreditportfolios sorgen können.

Eine attraktive Alternative hierfür bietet die PARAGON-Strategie. Statt das Kreditrisiko erhöhen zu müssen, wird über eine marktneutrale Optionsstrategie die gewünschte Zusatzrendite erzielt. Die Basisverzinsung aus dem Anleiheportfolio bleibt dabei erhalten.

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