Monatsbericht PARAGON UI Dezember 2018

Mit kleineren Verlusten von -0,04% (AK S), -0,02% (AK I) bzw. -0,18% (AK R) konnte sich der PARAGON UI Fonds im Vergleich zu den Turbulenzen an den Aktienmärkten (DAX: -6,2%, ESTX50: -5,7%) im Dezember gut behaupten.

War das Jahr 2017 noch das Jahr der Rekorde, in dem Investoren die Börsenparty ausgiebig zelebrierten, so hörte diese Musik insbesondere in Europa bereits Ende Januar 2018 auf zu spielen. Danach erlebten nahezu alle Anlageklassen crashartige Phasen. Allen, die zuletzt noch auf die übliche Saisonalität im 4. Quartal und insbesondere im Dezember gehofft hatten, wurde ein dicker Strich durch die Rechnung gemacht. Handelsstreit, Italien, Brexit sowie eine straffere Geldpolitik der Notenbanken sind zwar schon seit Monaten Dauerthemen, fanden aber zuletzt immer stärkere Beachtung. Nun hat das Bild einer robusten Weltkonjunktur erste Risse bekommen. Die Risikomärkte sind weiter im freien Fall und bislang sind auch kleinste Erholungsversuche sofort wieder zunichte gemacht worden. Demzufolge blicken auch wir mit einer vorsichtigen Erwartungshaltung in das neue Jahr 2019.

Die PARAGON-Strategie hielt sich im Jahr 2018 überwiegend stabil. Insbesondere das Optionsportfolio konnte durch die Anpassungen im Frühjahr wieder auf den Ertragspfad der Vergangenheit zurückkehren. Dabei galt es, die Transformation vom Low-Vol-Umfeld zurück zur Normalität in ein höheres Volatilitätsumfeld ohne größere Verluste zu bestehen und dies gelang: Mit 75% positiven Gewinnmonaten konnte insgesamt ein positives Jahresergebnis erzielt werden.

 

Die impliziten und realisierten Volatilitäten hatten im 4. Quartal wieder spürbar angezogen, wovon die Long-Vol-Komponente aufgrund der entstandenen Marktbewegungen stärker profitieren konnte.

Die Verluste auf der Short-Vol-Seite waren nicht von Dauer und konnten zum jeweiligen Verfallstermin wieder aufgeholt werden. Deltarisiken waren kaum vorhanden. Vola-Risiken machten sich in dem Umfeld nicht bemerkbar.

Dauerhaft niedrige Volatilitäten gehörten im 4. Quartal der Vergangenheit an. Werte um 20 wurden im Durchschnitt erzielt. In den USA notierte der VIX sogar zeitweise über 30. Dennoch sind die Volatilitäten bei den erlittenen Aktienmarktverlusten nicht auf übertriebene Levels gestiegen. Ganz im Gegenteil, für jede Vola-Strategie waren diese Bewegungen leicht zu managen, sofern man die Deltarisiken im Griff hatte.

Für die PARAGON-Strategie verändert sich das Chance-/Risiko-Verhältnis bei dauerhaften Werten über 20 signifikant. Der Erwartungswert liegt in einem solchen Umfeld deutlich im positiven Bereich. Die Gewinnwahrscheinlichkeit beträgt weit über 75%. (vgl. Grafik 3)

 

Durch die konstanten Zusatzbeiträge aus der Optionsstrategie konnten die verlustreichen Monate im Basisportfolio vollends kompensiert werden. Die Bonds und Rentenersatzprodukte litten auch im Dezember unter den allgemeinen Spreadausweitungen sowie unter der fehlenden Liquidität zum Jahresende, bei der kleinste Verkäufe bereits zu größeren Bewertungsverlusten führten. Allerdings besitzt das Portfolio nun attraktive „Bewertungsreserven“. Das Rentenportfolio weist mit einer Rendite von ca. 0,7% p.a. seit langem wieder einen deutlich positiven Wert aus, so dass in Kombination mit der Optionsstrategie wieder attraktive Renditen (absolut) erzielt werden können.

 

 

 

 

Die PARAGON-Strategie erfüllte auch in 2018 die Nachhaltigkeitskriterien, was auch wieder von ISS-oekom im Dezember bestätigt wurde. Gemäß Analyse verstieß keine Fondsposition gegen die Ausschlusskriterien. Zwei Drittel der Positionen im Portfolio erreichten sogar den ISS-oekom Prime Status. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Portfolio damit deutlich verbessert. Sowohl der Anteil der Positionen mit ISS-oekom Prime Status also auch die durchschnittliche Gesamtnote gemessen am OPS (oekom Performance score) sind gestiegen.

Quelle Schaubilder: Eigene Berechnungen

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