Tarek Saffaf und Sebastian Vasquez

Monatsbericht PARAGON UI – Dezember 2019

+0,10% (AK S) bzw. +0,08% (AK I/F), +0,05% (AK R) Gewinn erzielte der PARAGON UI Fonds im Dezember in einem eher seitwärts tendierenden Aktienmarktumfeld, wobei zwischenzeitlich auch im Berichtsmonat neue Höchststände erzielt werden konnten.

Ein sehr erfolgreiches Börsenjahr 2019 ging zu Ende. Zugegeben, Anleger konnten im vergangenen Jahr nicht sehr viel verkehrt machen, außer sie standen an der Seitenlinie und waren nicht in die Kapitalmärkte investiert. Wer aber investiert war, konnte sowohl bei Aktien, Anleihen als auch bei Rohstoffen wie Gold einen deutlichen Wertzuwachs verbuchen (vgl. Grafik 1). Allerdings, das muss fairerweise gesagt werden, ist dies unter anderem der guten Ausgangslage zu Beginn des Jahres 2019 geschuldet. Denn nach der starken Korrektur in Q4/2018 fiel der kalendarische Jahreswechsel fast mit dem Tiefpunkt der Kurskorrektur zusammen. Somit gilt es, die hervorragende Wertentwicklung etwas zu relativieren. Dennoch haben Aktienanlagen besonders kräftig abgeräumt und viele Indizes beendeten das Jahr in der Nähe historischer Höchstwerte. All das war möglich, obwohl die Konjunkturentwicklung deutlich enttäuscht hat, vor allem in Deutschland. Dass gleichzeitig auch noch Gold, das eigentlich als Krisen- und Inflationsabsicherung gilt, hohe Gewinne eingefahren hat, unterstreicht den ungewöhnlichen Charakter dieses Jahres.

Grafik 1: Gesamtertrag in lokaler Währung in % für den Zeitraum 31.12.2018 bis 31.12.2019

 

Der Berichtsmonat Dezember war wie der Monat November ebenfalls von allgemein niedriger Volatilität und demzufolge geringer Schwankungsintensität geprägt. Während die US-Märkte neue Allzeithochs erklommen, blieben die hiesigen europäischen Märkte im Seitwärtsmarkt stecken. Der DAX beispielsweise schaffte gerade einmal ein Plus von 0,10% im Dezember. Mitte des Monats sah es noch danach aus, als würden auch die europäischen Aktienindizes neue Jahreshochs erzielen können. Dies machte sich auch in den gekauften Call-Spreads der PARAGON-Strategie bemerkbar, welche deutlich an Wert gewonnen hatten und den Fondspreis auf ein neues Allzeithoch trieben. Kurz vor Verfall kehrten die Märkte jedoch wieder in ihre alte Range zurück, wodurch die Call-Spreads wertlos verfielen und ein Teil des Gewinnes wieder abgegeben werden musste. Zu diesem Zeitpunkt war ein Monatsverlust für die PARAGON-Strategie jedoch ausgeschlossen. Gewinne wurden bereits im Vorfeld gesichert. Gleichzeitig blieb die Chance auf weitere Gewinne im steigenden Markt gewahrt.

Insgesamt ging für die PARAGON Strategie ein erfolgreiches Jahr zu Ende. Zwischenzeitliche Korrekturphasen, welche auch im vergangenen Jahr an den Aktien- und Rentenmärkten zeitweise auftraten, meisterte die PARAGON-Strategie sehr gut. Gerade in den Verlustmonaten (Aktienmärkte) Mai und Juli/August konnte die PARAGON-Strategie in einem negativen Aktienmarktumfeld ebenfalls stabile Erträge abliefern. Auch die Korrekturphase an den Rentenmärkten im zweiten Halbjahr tangierte die PARAGON-Strategie nicht (vgl. Grafik 2).

Grafik 2: Korrekturphasen Aktien-/Rentenmärkte 2019

 

Damit endeten in der PARAGON-Strategie 10 von 12 Monate positiv. Der größte monatliche Verlust in 2019 lag bei -0,09% (09/19) und betrug betragsmäßig gerade einmal 1/10 des größten monatlichen Gewinns (0,90% in 01/19). Das Sharpe Ratio betrug in den vergangenen 12 Monaten 3,5 (Quelle: Absolute Research Ranking, Ausgabe 12/2019).

Grafik 3: Absolute Research Ranking Sharpe Ratio 12 Monate – TOP Fonds (Volatility Short & Options-Strategien), Ausgabe 12/2019

 

Es spricht wenig dafür, dass die neuen Paradigmata der Makroökonomie und der Kapitalmärkte, wie sie sich in den vergangenen Jahren herausgebildet haben, bereits in den kommenden Jahren wieder verschwinden werden. Extrem niedrige Zinsen, Abwärtsdruck auf die weltweiten Wachstumsraten und eine sehr zähe Inflationsentwicklung werden wohl auch in den zwanziger Jahren zunächst die Begleiter der Kapitalmarktteilnehmer bleiben. Dazu hat sich das Jahr 2019 zu nahtlos in seine Vorgängerjahre eingereiht, und damit die Hoffnung vieler Marktteilnehmer auf Änderungen wirksam zunichtegemacht. Für die Rentenmärkte hat insbesondere der Dauereinfluss der unkonventionellen Geldpolitik langsam strukturelle Auswirkungen. Die Zinssenkungserwartungen an die EZB wurden in den vergangenen Monaten signifikant verringert. Preiste der Markt vor vier Monaten weitere Zinssenkungen der EZB um 25 Bp unter den aktuellen Einlagensatz bis Mitte 2020 und die erste Zinsanhebung für Mitte 2024 ein, wird aktuell die erste Zinsanhebung schon für Anfang 2022 eingepreist. Einer weiteren Zinssenkung wird keine realistische Wahrscheinlichkeit mehr beigemessen. Der Druck für Renteninvestoren wird trotz Renditeanstieg in den vergangenen Wochen weiterhin hoch bleiben. Zinsalternativen bleiben somit gefragter denn je.

Grafik 4: Erwartungen für EZB Zinsveränderungen in den nächsten Jahren

 

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