Monatsbericht PARAGON UI – Februar 2019

Mit +0,29% (AK S), +0,26% (AK I) bzw. +0,26% (AK R) Gewinn konnte der PARAGON UI Fonds in einem positiven Kapitalmarktumfeld weiterhin seinen stabilen Aufwärtspfad fortführen und neue Allzeithochs produzieren.

Nachdem im vierten Quartal des letzten Jahres sowohl die Handlungen als auch die Kommunikation der Zentralbanken als zunehmend „restriktiv“ eingestuft werden mussten, haben die Notenbanken zum Jahreswechsel und in den ersten Wochen dieses Jahres eine ordentliche kommunikative Kehrtwende vollzogen. Offensichtlich spielen die Marktsignale für den Kurs der Notenbanken eine ganz entscheidende Rolle. Ob es ihnen gelingt, die Kapitalmärkte dauerhaft unter ihrer Kontrolle zu halten, bleibt aber abzuwarten. Denn die in den vergangenen Jahren aufgebauten Allokationseffekte, allen voran der massive Anstieg der Verschuldung, haben nach wie vor Bestand. Aber auch diverse politische Risiken der vergangenen Monate bleiben ungelöst und die Liste, angefangen beim Brexit, über die Europawahlen, die Gelbwesten, die Situation der Banken in Italien bis hin zum Handelskonflikt, ist lang. Der Markt lebt derzeit von der Hoffnung auf die Geldpolitik, vor allem dem Fed Put. Also der Einschätzung, dass die US-Notenbank den Kapitalmärkten immer dann wirksam zur Seite springen wird, sobald diese ein gewisses Maß an Stresssymptomen zeigen.

Sowohl an den Aktien- als auch an den Kreditmärkten setzte sich daher die kräftige Erholung trotz schwächelnder Konjunkturaussichten fort. In der EZB wird bereits über neue TLTROs zur Hilfe der Banken diskutiert sowie über eine „dovishe“ Ausweitung der Forward Guidance. Die Creditspreads von Unternehmensanleihen haben sich daher deutlich eingeengt. Interessant ist, dass in dieser Rallye höher geratete Unternehmensanleihen im Vergleich zu schlechteren outperformt haben. Das Verhältnis zwischen den OAS-Spreads von BBB-Anleihen und A-Anleihen (jeweils 5 Jahre in EUR) legte deutlich zu. Gleiches gilt für das Verhältnis zwischen dem iTraxx Xover (Non-IG Rating) und dem iTraxx Europe (IG-Rating). Eine solche Entwicklung ist eigentlich untypisch für eine Credit-Rallye. Es spiegelt vor allem die Wahrnehmung im Markt wider, dass angesichts zunehmender konjunktureller Risiken in der Eurozone der Fokus auf Anlagen mit einem höheren Credit Rating liegt. Im Umkehrschluss heißt dies aber auch, dass vor allem Anleihen mit einem A-Rating inzwischen überproportional teurer geworden sind.

 

Grafik 1: Qualitativ bessere Anleihen haben in den letzten Wochen outperformt

Diese Entwicklung half vor allem dem Basisportfolio im PARAGON Fonds (Ø A-Rating), wodurch der Jahresverlust aus 2018 in den ersten zwei Monaten 2019 fast vollständig wieder wettgemacht werden konnte. Die Modified Duration im Basisportfolio ist mit ca. 1,1 weiterhin niedrig. Die Spread Duration wurde durch Anpassungen im Berichtszeitraum etwas verringert. Die Rendite ist mit ca. 0,8% p.a. und einer durchschnittlichen Restlaufzeit von ca. zwei Jahren weiterhin attraktiv.

Das Optionsportfolio profitierte im Berichtszeitraum nur noch bedingt vom aktuellen Marktumfeld. Der Zeitwertgewinn konnte der Positionierung entsprechend eingenommen werden. Die impliziten und realisierten Volatilitäten verharrten im Februar allerdings auf niedrigem Niveau. Viele Gewinne wurden bereits im Januar verbucht. Der gewünschte Ausbruch aus der Range gelang erst nach dem Februar Verfall und konnte keine weiteren positiven Performancebeiträge liefern. Erst der anschließende weitere Kursverlauf zum Märzverfall brachte den neuen Positionen wieder die gewünschten Erträge im Berichtszeitraum, welche vorerst (bis zum Märzverfall) Buchgewinne darstellen.

 

Grafik 2: realisierte Volatilität des S&P500

Ausschüttungshinweis:

F-Share – WKN A2ADXF
Ausschüttungsbetrag 1,85 EUR
Ex-Tag 15.02.2019
Valuta 18.02.2019

 

Mehr Informationen zum Fonds erhalten Sie hier: https://www.greiff-ag.de/de/fonds/paragon-ui

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