Tarek Saffaf und Sebastian Vasquez

Monatsbericht PARAGON UI – Januar 2020

Zuwächse in Höhe von 0,06% (AK S), 0,05% (AK F) bzw. 0,04% (AK I) erzielte der PARAGON UI Fonds im Januar in einem turbulenten Aktienmarktumfeld.

Nach einem außergewöhnlich positiven Kapitalmarktjahr 2019 fiel der Jahresstart in 2020 sehr vielversprechend aus. Selbst geopolitische Risiken (USA vs. IRAN) haben die Aktienmärkte nicht nachhaltig aus der Ruhe bringen können. Eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung – auch im Euroraum – sowie ein Nachlassen der Abwärtsrisiken nach Einschätzung der EZB, verhalfen den Aktienmärkten zwischenzeitlich zu neuen Allzeithochs. Zum Ende des Monats sorgte die beschleunigte Ausbreitung des Lungenvirus (Coronavirus) in China für steigende Risikoaversion und Flucht in sichere Assets. Die Sorge, dass sich das Coronavirus angesichts der bis zu zweiwöchigen Inkubationszeit schon weiter verbreitet hat, als es trotz der drastischen Maßnahmen der chinesischen Regierung zu erwarten wäre, hielt die Situation an den Aktienmärkten fragil. Beim chinesischen Wirtschaftswachstum werden im ersten Quartal deutlich negative Auswirkungen aufgrund der Krankheit erwartet. Sollten die chinesischen Behörden jedoch Fortschritte bei der Bekämpfung bekanntgeben und die globale Verbreitung des Virus eingeschränkt werden können, dürften Marktteilnehmer die Verunsicherung recht schnell wieder abschütteln und sich den fundamentalen Daten zuwenden.

Grafik 1: Vergleich implizite vs. realisierte Volatilität des S&P500 Index

Die erhöhte Risikoaversion führte am Ende des Monats zu steigenden Volatilitäten und hoher Schwankungsintensität (vgl. Grafik 1). Dieses Mal konnten sich auch die US-Märkte diesem negativen Trend nicht entziehen und gaben ihren Monatsgewinn zum Ende hin wieder fast komplett ab (S&P500 +0,26%). Der DAX und EuroStoxx 50 verloren im Berichtszeitraum 2,02% bzw. 2,71%, wohingegen die PARAGON-Strategie weiterhin stabile Erträge liefern konnte.

Der Optionsmonat Januar (23.12.19 – 17.01.20) war jedoch von allgemein niedriger Schwankungsintensität geprägt. Der EuroStoxx 50 beispielsweise schaffte in diesem Zeitraum lediglich ein Plus von ca. 0,8 Prozent (vgl. Grafik 2), zu wenig für die PARAGON-Strategie, um davon deutlich profitieren zu können. Die gekauften Call- und Put-Spreads verfielen am Ende wertlos und konnten nur zum Teil von den Gewinnen der verkauften Optionen kompensiert werden. Das in diesem Volatilitätsumfeld verringerte Exposure reduzierte die Verluste deutlich. Die für Februar neu eingegangenen Positionen hielten sich in der Gemengelage und bei der verlängerten Restlaufzeit (Optionsmonat Februar dauert fünf Wochen) recht stabil, wurden aber zum Teil aus Risikogesichtspunkten bereits vorzeitig in die Laufzeit März mit tieferen Strikes weggerollt. Die aufgrund der Unsicherheit tieferen Indexstände wären nun zum Verfall sehr vorteilhaft und würden der PARAGON-Strategie weitere deutliche Gewinne liefern.

Grafik 2: EuroStoxx 50 Verlauf im Optionsmonat Januar 2020 (23.12.19 – 17.01.20)

Das PARAGON-Basisportfolio profitierte von den insgesamt gestiegenen Rentenmärkten, allerdings nicht mehr in dem Maße wie Anfang 2019 (vgl. Grafik 3). Die modified Duration beträgt knapp 1%. Die Portfoliorendite ist bereits im letzten Jahr, insbesondere aufgrund der weiter gefallenen Creditspreads, deutlich gefallen. Ein temporär starkes „Creditspread widening“ wäre aufgrund bevorstehender Fälligkeiten sehr vorteilhaft für die PARAGON-Strategie.

Die Hoffnung auf „normale“ Zinsen bleibt auch im Zusammenhang mit einer Revision der geldpolitischen Konzeption seitens der EZB illusorisch. Alle Analyseinstrumente, nicht nur der EZB, weisen darauf hin, dass eine straffere Zinspolitik bei unveränderter Auslastung der Wirtschaft eine weitere Verlangsamung der Preisdynamik hervorrufen würde. Die Zinsen werden daher auf nicht absehbare Zeit negativ bleiben (müssen), und auch die Anleihekäufe werden ohne eine nachhaltige Zunahme der Inflationsraten aufrecht erhalten bleiben. Jedoch wird die Geldpolitik in 2020 keinen derart positiven Impuls wie zu Beginn des Jahres 2019 aussenden. Gewinne an den Rentenmärkten dürften bescheiden bleiben. Zinsalternativen bleiben somit gefragter denn je.

Grafik 3: Vergleich Kennzahlen Rentenportfolio

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