Tarek Saffaf und Sebastian Vasquez

Monatsbericht PARAGON UI – November 2019

+0,11% (AK S) bzw. +0,10% (AK I), +0,07% (AK R) Gewinn erzielte der PARAGON UI Fonds im November in einem weiterhin positiven Aktienmarktumfeld, wodurch neue Höchststände im Fonds erzielt werden konnten.

Die Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die Anbahnung eines Austrittsabkommens zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich haben konjunkturelle Abwärtsrisiken im November spürbar abnehmen lassen. Die Kombination aus positiven Nachrichten zu den amerikanisch-chinesischen Handelsverhandlungen sowie die weiterhin leichte Untergewichtung vieler Investoren in Aktien ließen insbesondere US-Aktienindizes auf Rekordniveaus ansteigen. DAX, EuroStoxx 50 und S&P500 beendeten den Monat November mit +2,87%, 2,81% bzw. +4,85% Gewinn. Allerdings fehlen den Märkten aktuell neue Impulse für deutliche Ausschläge. Die Geldpolitik scheint in den USA und der Eurozone neutral gepreist und ohne Neuigkeiten von den Handelsgesprächen zwischen den USA und China dürften die Märkte zunächst weiter auf der Stelle treten.

Grafik 1: Ytd Verlauf der impliziten Volatilitäten VIX und VSTOXX

Ytd Verlauf der impliziten Volatilitäten VIX und VSTOXX

Der Berichtsmonat November war von allgemein niedriger Volatilität und demzufolge geringer Schwankungsintensität geprägt. In diesem – eher nachteiligen -Umfeld konnte die PARAGON Optionsstrategie dennoch weiterhin stabile Erträge liefern. Insbesondere die gekauften Call-Spread Positionen sorgten für ein positives Ergebnis. Allerdings fehlte in der Verfallswoche ein weiterer Aufwärtsimpuls. Der Markt verharrte in einer Seitwärtsphase, die sich beinahe über zwei Wochen erstreckte, und verhinderte so weitere Gewinne.

Die Kursgewinne bei Aktien werden aktuell noch nicht von einer fundamentalen Aufwärtsrevision der Gewinnerwartungen bei den Unternehmen begleitet. Daher bedarf es aus Marktsicht bald konkreter Anzeichen einer sich anbahnenden Vertragsunterzeichnung, um weitere Kursgewinne zu rechtfertigen. Die Unsicherheit im Markt über den Stand der amerikanisch-chinesischen Handelsverhandlungen bleibt hoch, wobei die Erwartungen auf einen Abschluss weiter dominieren. Der prognosefreie Ansatz der PARAGON-Strategie kann davon nur profitieren, insbesondere da sich ein zunehmend volatileres Umfeld positiv auf die Strategie auswirken dürfte.

Grafik 2: Anteil negativer Renditen an den StaatsanleihenmärktenAnteil negativer Renditen an den Staatsanleihenmärkten

Auch wenn die Renditen in der Eurozone in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen sind, handeln weiterhin große Teile der Staatsanleihemärkte mit negativer Rendite. Die Performance ist in fast allen Segmenten des Anleihemarktes in der Eurozone seit Jahresanfang hoch. Allerdings ist der Ausblick für das kommende Jahr sehr bescheiden. Denn wesentlich für die gute Performance in diesem Jahr waren die Kursgewinne aufgrund fallender Renditen bzw. fallender Spreads und sie stellen damit den Blick in den Rückspiegel dar. Außer für den Fall einer tiefen Rezession in 2020 wird sich eine solche Entwicklung nicht wiederholen und wenn doch, dürfte sie eher mit steigenden Creditspreads einhergehen. Damit wird die Performance im kommenden Jahr stark vom Kupon beeinflusst werden. Die Preiskomponente der Performance dürfte dagegen zwischen null und leicht negativen Beiträgen schwanken. Damit ist zu erwarten, dass Investoren, dort wo regulatorisch möglich, verstärkt in schlechtere Risiken mit höheren Kupons investieren werden. Der Druck für Renteninvestoren dürfte also weiterhin hoch bleiben.

Das PARAGON Basisportfolio profitierte ebenfalls in diesem Jahr von der positiven Rentenmarktentwicklung, insbesondere nach Q4/2018. Jedoch hätte sich der Pull-to-Par-Effekt aufgrund der kurzen Laufzeiten auch in einem schlechteren Rentenmarktumfeld deutlich bemerkbar gemacht und Gewinne geliefert.  Das Basisportfolio im PARAGON Fonds weist weiterhin eine durchschnittliche Rendite von ca. 0,4% auf, bei einem durchschnittlichen Rating von A- und einer durchschnittlichen modified duration von 1%. Die PARAGON-Strategie substituiert ein allgemeines Kreditportfolio durch eine Optionsstrategie und weist dadurch ein besseres Sharpe Ratio aus. Der geringere Performancedruck im Basisportfolio verhindert zudem eine Verschiebung in riskantere Anleihensegmente, wie High Yield oder Nachranganleihen, und sorgt so für ein risikoärmeres und liquideres Portfolio.

Grafik 3: Kennzahlen Rentenportfolio

Kennzahlen Rentenportfolio

 

 

 

 

 

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