Monatsbericht PARAGON UI – Oktober 2018

Mit +0,58% (AK S), +0,53% (AK I) bzw. +0,54% (AK R) erzielte der PARAGON UI Fonds trotz der turbulenten Aktienmärkte im Oktober weiterhin positive Gewinne.

Im Oktober gerieten die Aktienmärkte unter starken Abgabedruck, der neben Europa und Asien auch die USA besonders hart traf. Mit steigenden US-Zinsen, einem eskalierendem Handelskrieg und diversen politischen Störfeuern wie Brexit und Stress mit Italien war die Nervosität zuletzt deutlich gestiegen. Die chinesische Währung hat sich ebenfalls in den vergangenen Wochen und Monaten als Reaktion auf die Anzeichen einer wirtschaftlichen Abschwächung sowie den Handelskonflikt mit den USA um knapp 10% verbilligt. Die Entwicklung birgt vor allem für andere Schwellenländer, die mit China im Wettbewerb auf Exportmärkten stehen, Sprengstoff und lässt die Nervosität bei Schwellenländeranlagen zusätzlich ansteigen.

Die impliziten Volatilitäten an den Aktienmärkten stiegen entsprechend an, was saisonal nicht überraschte. Die Wahrscheinlichkeit erhöhter Volatilität ist im Oktober besonders hoch.

Dennoch wurden die Werte von Februar 2018 nicht erreicht. Stattdessen wurde im Vergleich zu Q1 eine länger anhaltende Phase hoher Volatilität eingepreist. Der Sell-off an den Aktienmärkten scheint stärker von gedämpften Erwartungen des Wirtschaftswachstums getrieben zu sein als von markttechnischen Faktoren, was langfristigere Auswirkungen hat. 

Die Short-Vol Komponente der PARAGON Strategie musste in diesem Umfeld, wie erwartet, temporäre Verluste hinnehmen. Ein Großteil offener Put-Positionen wurde aus Risikogesichtspunkten in den nächsten Monat mit tieferen Strikes „gerollt“. Da die meisten verkauften Optionen eine Laufzeit von zwei Monaten hatten, war der Schaden der inversen Volatilitätsstrukturkurve nicht besonders groß. Zudem waren noch ausreichend Sicherheitspuffer vorhanden. Über Futures fand zusätzlich ein teilweiser Deltahedge statt, um Delta/Gammarisiken in dieser Stressphase zu reduzieren.

Die Long-Vol/Marktbewegungs-Komponente dagegen produzierte Gewinne, die die temporären Verluste der Short-Vol Strategie vollständig überkompensierte. Die gewünschte Marktbewegung mit entsprechendem Volaanstieg auf der kurzen Seite fand im Optionsmonat Oktober statt. Die gekauften (Put-)Spreadpositionen verfielen deutlich im Geld. Die Gewinne konnten in der Verfallswoche vorzeitig realisiert werden.

Klassische Short-Vol Strategien sind im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine attraktive Investmentalternative, weisen jedoch hohe Korrelationseigenschaften zum Aktien- oder Kreditmarkt auf. Zudem lassen sich Short-Vol Strategien durch Investments im Underlying mit entsprechendem Delta leicht replizieren.

Reine Long-Vol Strategien sind in Stressphasen hochprofitabel, zahlen dafür in ruhigen Marktphasen über lange Zeit einen hohen Carry.

Die PARAGON Strategie weist sowohl Short- als auch Long-Vol Merkmale aus und bietet sich daher als Ergänzung sehr gut an. Durch den hybriden Charakter wird zum einen der typische Long bias von Prämienstrategien vermieden. Auf der anderen Seite können auch in einem Umfeld fallender Aktienmärkte, wie in diesem Monat gesehen, Gewinne erzielt werden. Dadurch bleibt der Absolute-Return Charakter auch in schwierigen Marktphasen erhalten.

Erfahren Sie mehr unter: https://www.greiff-ag.de/de/monatsbericht-paragon-ui-oktober-2018

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