Profitieren von den Innovationen der Zukunft

Die Schweizer Fonds-Boutique ALPORA hat ihren ALPORA Global Innovation-Fonds (ISIN: DE000A2AJHH5) umstrukturiert. Damit wird einerseits die bestehende Fonds-Palette schärfer getrennt und andererseits soll noch stärker von der Innovation der Zukunft profitiert werden. Ab sofort werden im ersten Investment-Schritt Innovationsfelder durch den Einsatz von Algorithmen identifiziert und Innovations-Clustern zugeordnet. Das Ziel: Die Trends und Themen der Zukunft ausfindig zu machen und schon früh an der Entwicklung von künftigen Weltmarktführern zu profitieren. Wie das funktioniert, was emergente Themen sind und wie die Fonds-Boutique vermeiden möchte, in den Verlierern der Zukunft investiert zu sein, erklärt Prof. Dr. Leo Brecht, Co-Gründer der ALPORA AG, im Gespräch mit der Greiff PartnerLOUNGE.


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PartnerLOUNGE: Im Sommer dieses Jahres wurde der ALPORA Global Innovation-Fonds umstrukturiert. Wieso und was haben Sie genau gemacht?

Leo Brecht: Wir wollten zunächst die bestehende ALPORA-Fondspalette trennschärfer definieren und aufstellen. Inhaltlich gesehen, fungiert unser quantitatives Innovations-Effizienz-Modell weiterhin als Basis der Strategie. Dort können wir eine Korrelation der gemessenen Innovation eines Unternehmens mit dem Aktienkurs berechnen und feststellen. An diesem Prozess und der Basis unserer Strategie hat sich nichts geändert und dieses Modell ist auch die Basis der anderen ALPORA-Fonds. Beim ALPORA Global Innovation-Fonds schauen wir uns nach der Umstrukturierung jetzt allerdings stärker die Innovationsfelder der Zukunft an. Dabei stellen wir uns die Fragen: Was sind die relevanten Themen der Zukunft? Wie verändern diese die Gesellschaft? Und welche Unternehmen werden davon profitieren?

PartnerLOUNGE: Und dadurch sollen dann langfristige Trends identifiziert werden?

Brecht: Richtig, wir wollen die Trends und Themen der Zukunft identifizieren. Dafür wenden wir Big-Data-Algorithmen auf Basis von wissenschaftlichen Publikationen an. Täglich werden tausende wissenschaftliche Publikationen und Patente auf ihre Ähnlichkeit und Übereinstimmung analysiert. Dadurch können wir einzelne Cluster identifizieren und diese einzelnen Innovationsfelder zuordnen. Aktuell haben wir 33 unterschiedliche Innovationsfelder durch diese Analyse identifiziert.

PartnerLOUNGE: Welche Felder sind das?

Brecht: Das sind beispielsweise synthetische Materialien, Digital Healthcare, Medical Technology, erneuerbare Energien-Technologien oder auch Batterie-Recycling und Clean-Mobility-Technologien. Also eindeutig die Themenfelder von morgen. Diese Themen identifizieren wir und wenden darauf basierend unsere Innovations-Effizienz-Analyse auf die Unternehmen dieser Themenfelder an. Zunächst mag man meinen, dass wir durch den starken Fokus auf Innovation und auf wissenschaftliche Arbeiten eine große Tech-Allokation haben. Aber das ist nicht so. Ausgewählte Fokusfelder sind beispielsweise Detektions-Technologien, Digital Healthcare und medizinische Technologien oder auch Clean-Mobility-Technologien.

PartnerLOUNGE: Dadurch wollen Sie sich vor allem von aktuellen Themenfonds unterscheiden?

Brecht: Absolut! Aktuell gibt es sehr viele Themenfonds, die beispielsweise Robotics, Blockchain oder Automatisierung und Künstliche Intelligenz als Einzelthema abdecken. Wir sind viel breiter aufgestellt und fokussieren andere Themen an. Wir setzen tatsächlich in unserem Portfolio auf Themen, die noch mehr in den Kinderschuhen stecken beziehungsweise am Anfang einer langen Reise stehen. Deswegen beginnen wir auch bei der Analyse der wissenschaftlichen Publikationen und Patente – und eben nicht bei der fundamentalen Analyse von Unternehmen. Um einen entsprechenden Bias zu einem Thema zu vermeiden, setzen wir rein auf Big-Data-Analysen und unseren Algorithmus. Insofern ist unsere Strategie sehr stark zukunftsgerichtet und stellt die Innovation der Unternehmen komplett ins Zentrum. Das sind emergente Themen, die bei anderen Strategien nicht fokussiert werden. Denn welchen Mehrwert würden wir als Fonds-Boutique erzielen, wenn wir in die großen Themen und Hypes investieren, die schon von vielen anderen Strategien abgedeckt werden.

PartnerLOUNGE: Was genau zeichnet emergente Themen aus?

Brecht: Das sind per Definition Themen, die schnell wachsen und von den Anwendungsfelder noch etwas unsicher sind. Außerdem erzielen diese Themen einen Impact beziehungsweise eine große Veränderung in einem bestehenden Markt. Das ist bei einem Thema wie Internet of Things, das schon zehn Jahre im Markt ist, nicht mehr vorhanden. Aber wenn ich ein Thema wie Batterie-Recycling herausgreife: Hier stehen wir noch ganz am Anfang der Entwicklung. Und gerade aufgrund der Energiewende und der steigenden Anzahl an Elektroautos wird dieses Innovationsfeld extrem wichtig und an Bedeutung gewinnen. Dabei gibt es auch hier schon viele Unternehmen, die diesen Bereich abdecken. Dass diese Unternehmen aber nicht schon heute oder morgen eine extreme Performance generieren, das sollte auch klar sein. Aber wir haben bereits jetzt diese Themen und Unternehmen identifiziert, die in fünf bis zehn Jahren davon profitieren werden und dann auch eine starke Performance zeigen werden.

PartnerLOUNGE: Die große Herausforderung ist sicherlich, bei diesen teilweise noch unsicheren Zukunftsthemen nicht auf die kommenden Verlierer zu setzen. Wie vermeiden Sie das?

Brecht: Das ist sicherlich eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Denn es nützt auch nichts, wenn wir zwar die richtigen Innovationsfelder ausfindig machen, aber die falschen Unternehmen in diesen Innovationsfeldern allokieren. Das kriegen wir aber unter anderem dadurch in den Griff, dass wir unser Investment-Universum klar definieren. Wir investieren nicht in Nebenwerte. Unsere Titel müssen mindestens eine Marktkapitalisierung von 200 Millionen Euro und eine Mitarbeiterzahl von über 200 vorweisen. Insofern ist bei den Unternehmen, die sich in unserem Investment-Universum befinden, schon eine gewisse Substanz vorhanden. Wir setzen nicht auf Startups, die gerade an der Börse gehyped werden. Zum anderen spielt die Innovations-Effizienz-Berechnung eine große Rolle bei der Herausforderung, die künftigen Verlierer zu meiden: Dadurch können wir die Spreu vom Weizen trennen und haben die Funktionalität dieser Analyse auch in unseren anderen Produkten bereits bewiesen. Abschließend legen wir in der fundamentalen Analyse der Unternehmen großen Wert auf die Qualität und Bilanzen. Dadurch werden kritische Kandidaten und auch weniger liquide Unternehmen letzten Endes ausgeschlossen und vermieden.

PartnerLOUNGE: Und wie zeigt sich das konkret in der aktuellen Portfolio-Ausrichtung?

Brecht: Derzeit haben rund 40 Prozent unserer Unternehmen eine Marktkapitalisierung von rund fünf Milliarden Euro, etwa 55 Prozent eine Marktkapitalisierung zwischen einer und fünf Milliarden Euro und lediglich fünf Prozent unter einer Milliarde Euro. Wir sind also tendenziell eher in den größeren Unternehmen derzeit investiert. Dahingehend hat sich aber nicht viel im Vergleich zum vorherigen Portfolio verändert. Bei der Branchenstruktur sieht das schon anders aus: Hier haben wir zwar immer noch ein Übergewicht im Gesundheitswesen, das aktuell mit rund 25% der größte Sektor des Portfolios ist. Vor der Umstrukturierung hatten wir hier über 45% allokiert. Aufgestockt wurden hingegen die Sektoren Energie und Versorger, die im Rahmen der Klimawende eine zentrale Rolle spielen. Erstaunlich ist dabei vor allem auch unsere Europa-Allokation, die im Zuge der Umstrukturierung deutlich gestiegen ist. Abgebaut wurde in den vergangenen Monaten entsprechend der Anteil an US-Titeln, der im Sommer 2021 noch mit fast 34% die größte Länder-Allokation darstellte und jetzt bei lediglich 26% liegt. Schweden ist jetzt mit fast 30% die größte Länder-Gewichtung, im Sommer waren wir hier noch mit 10% allokiert. Das hängt damit zusammen, dass der USA-Anteil zuvor vor allem durch Tech-Unternehmen repräsentiert wurde und diese nun durch Hinzunahme der neuen Innovationsfelder weniger stark im Fonds vertreten sind.


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