Mark Schnieder

Wertstabil und für diverse Szenarios gewappnet

Die europäischen und US-amerikanischen Aktienmärkte entwickelten sich bis zur Mitte des vergangenen Monats überwiegend einheitlich. Während der S&P 500 jedoch eine durchgängig positive Entwicklung verzeichnete und sich gegen Monatsende sogar leicht von der Entwicklung der anderen Indizes abkoppeln konnte, verloren die europäischen Indizes an Fahrt und gaben somit einen Teil der Gewinne wieder ab. Der S&P 400 konnte beim Auftrieb des großen Bruders (S&P 500) nicht mithalten. So verharrte dieser ab der 2. Woche auf nahezu unverändertem Niveau (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1: Wertentwicklung europäischer und US-Indizes im Juli 2020

Der S&P 500 legte somit um ca. 7,2% zu, während der DAX lediglich um 5,1% anstieg. Sowohl der Euro Stoxx als auch S&P 400 beendeten den Monat August mit ca. +3,5% (siehe Tabelle unten).

In Abbildung 2 ist ersichtlich, dass trotz der positiven Monatsergebnisse weiterhin weniger als 50% der Unternehmen der jeweiligen Indizes im positiven Bereich verharren (dunkelrot). Zwar erhöhte sich der Anteil der Unternehmen, welche eine positive Rendite aufweisen und dies insbesondere bei den amerikanischen Indizes (um ca. 6%, Vergleich dunkelrot – hellrot), jedoch rentiert die überwiegende Mehrheit der Unternehmen, welche eine negative Rendite aufweisen, sogar (weiterhin) im Bereich von -12% und mehr (dunkelgrau). Auf der europäischen Seite sieht das Bild weiterhin getrübter aus. Obwohl sich die Quote der Unternehmen, welche 12% oder mehr Jahresverlust aufweisen, reduziert hat (von 52,2% auf 46,4%), ist der Anteil an Unternehmen, welche über der Nulllinie rentieren, bei lediglich 36%.

Es wird deutlich, dass viele Aktien noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreichen konnten, wie es die Entwicklung des S&P 500 und andere technologiebasierte Indizes erscheinen lassen. Viele Unternehmen sind immer noch stark von den zum größten Teil unabsehbaren Auswirkungen der Pandemie betroffen, wodurch sich ein weiterhin enormes Aufhol- aber auch ein mögliches Rückschlagspotenzial ergibt.

Abbildung 2: Anteil Aktien ausgewählter Indizes mit Renditen größer 0% und kleiner
-12% im Juli 2020 und im Vormonat

Abbildung 3 zeigt, wie sich die Aktienquote im Fonds von 95% auf 0% absenkte und sukzessive während der Corona-Pandemie wieder erhöht wurde. Die vertikalen Balken markieren die Anzahl verkaufter (Balken nach unten) und gekaufter (Balken nach oben) Aktienpositionen.

Im Monat August schwankte die Aktienquote in einem sehr engen Bereich (zwischen 52%-54%) und stabilisierte sich zuletzt bei ca. 55%. Getrieben wurde der leichte Anstieg der Aktienquote durch Kaufsignale aus den USA (2/3), wohingegen 1/3 der Kaufsignale aus Europa kamen.

Abbildung 3: Entwicklung der Aktienquote seit Jahresanfang mit täglichen Käufen und Verkäufen

Gestützt durch die überwiegend positive Richtung der europäischen als auch amerikanischen Unternehmen, beendete der Fonds den Monat August ebenfalls im Plus. Die moderaten Verluste auf der Anleiheseite konnten mehr als ausgeglichen werden. Das Monatsergebnis beläuft sich insgesamt auf +1,7%, wohingegen die Aktien mit +2% und die Anleihen mit -0,3% dazu beigetragen haben.

Seit Auflage erzielte der Fonds eine Rendite von -3,1% (-3,9% R-Tranche) mit einem maximalen Drawdown von 17% bei einer Volatilität von 7,9%.

Abbildung 4: Aufteilung des Fondsbestands zum Monatsultimo

Das Portfolio war zum Stichtag mit 28% in US-Aktien und 27% in Euro-Aktien investiert (Netto-Exposure). Des Weiteren befanden sich ca. 23% des Fonds in US-Treasuries und 6% in Bundesanleihen. 16% waren in Kasse und synthetische Cash-Investments angelegt. Letztere Investments resultieren aus Aktien mit dem entsprechenden absichernden Future-Kontrakt. Diese werden eingesetzt, um die physische (Brutto-) Mindestaktienquote von 25% sicherzustellen und gleichzeitig die Kursrisiken – strategiekonform – auszuschließen.

Das Portfolio war mit Blick auf die Sektoren breit diversifiziert. Das größte Gewicht weist zum Stichtag die Branche „Industrie“ mit ca. 10% auf, danach folgen die Sektoren „Versorger“ (6,5%) und „Finanzdienstleister“ mit jeweils 4,7%.

Abbildung 5: Entwicklung des Fonds seit Jahresanfang im Vergleich zu Aktienindizes

Abbildung 5 zeigt, dass der Greiff Systematic Allocation Fund im Vergleich zu den EuroStoxx- und S&P-Aktienindizes die Verluste deutlich reduzieren konnte. An der unmittelbar eingesetzten Erholung der Märkte partizipierte der Fonds nur geringfügig, was an der niedrigen Aktienquote lag. Aktienpositionen werden erst dann aufgebaut, wenn die vorgegebenen Rahmenbedingungen für Einstiegssignale gegeben sind. Aufgrund der hohen Volatilität der Einzelaktien und der ursächlichen Unsicherheit über die zukünftigen Auswirkungen der Pandemiebekämpfung, lagen zunächst nur bei wenigen Aktientitel die notwendigen Rahmenbedingungen für einen Einstieg vor.

Der defensiv ausgerichtete Analyseprozess beabsichtigt, weitere Verluste möglichst zu vermeiden. Abbildung 5 zeigt, dass die Aktienmärkte trotz der starken Erholung das Verlustniveau des Greiff Systematic Allocation nur teilweise überschreiten konnten bzw. nach 6 Monaten nun (teilweise) auf gleicher Höhe sind. Die vorherige Verlustreduzierung ermöglicht es, Risiken zunächst gering zu halten und abzuwarten, bis die weltwirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie kalkulierbarer werden.

Abbildung 6: Entwicklung des Fonds seit Auflage

In Abbildung 6 ist die Entwicklung des Fonds seit Auflage zu sehen. Das Ziel des Fonds ist es, langfristig eine aktienmarktähnliche Rendite bei reduzierten Verlustphasen zu erzielen. Dabei wird in Hausse-Phasen eine erhöhte und in Baisse-Phasen eine niedrige Aktienquote angestrebt. In der Kürze der Zeit bewies der Fonds bereits, dass er beides mit der zugrundeliegenden Allokations-Systematik erreichen kann.

Ausblick

Aufgrund der ausgewogenen Aktienquote ist der Fonds aktuell sowohl für weiter steigende Aktienkurse als auch für plötzlich auftretende Korrekturen gewappnet. Bei Letzteren kann die Aktienquote schnell wieder reduziert werden, um größere Verluste zu vermeiden. Entspannt sich die Situation weiterhin, bietet die aktuelle Aktienquote bereits Möglichkeiten zur Partizipation, die nach und nach weiter ausgebaut werden kann.


Weitere Informationen

Ein Interview mit dem Fondsmanager des Greiff Systematic Allocation Fund aus den Zeiten vor der Corona-Krise finden Sie hier:

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