Mark Schnieder
6. März 2020 232 Views

Wie geht die GSA-Systematik mit „Schwarzen Schwänen“ um?

Die letzte Woche im Februar 2020 wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. In dieser Woche verlor der DAX und weitere wichtige Aktienindizes 12% und mehr. Solch negative Börsenwochen kommen nicht oft vor: Zuletzt beim DAX im August 2011 (Budgetkrise USA), im November 2008 (Finanzkrise) und im September 2001 (11. September). Selbst die schwächste Woche im Crash-Jahr 1987 war weniger stark ausgeprägt.

In der besagten Woche gab der Greiff Systematic Allocation Fund (GSA) mit einer anfänglichen Aktienquote von 95% die bis dahin erzielten Gewinne wieder ab und beendete den Monat mit einer Performance von -6,5% (I-Tranchen und R-Tranche) bei deutlich gestiegener Volatilität von 7,5%. Die Aktienquote wurde derweil auf ca. 66% reduziert.

Entwicklung des Fonds

Die ersten drei Wochen des Monats standen im Zeichen der Erholung. Die Verluste des Vormonats wurden schnell ausgeglichen und neue Allzeithochs erreicht. Die Unsicherheit durch das Coronavirus trat in den Hintergrund, gestützt durch Chinas Meldung rückläufiger Neuinfektionen sowie der Verkündung monetärer Maßnahmen. In der letzten Februarwoche wendete sich das Blatt jedoch deutlich. Zu diesem Zeitpunkt war das Coronavirus nach Norditalien übergeschwappt und verbreitete sich nach und nach auf globaler Ebene aus. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft schienen und scheinen nun ungewiss, ein rückläufiges Weltwirtschaftswachstum wird mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen. Innerhalb weniger Tage wurden die kräftigen Monatsgewinne der ersten 3 Wochen aufgezehrt und deutliche Verluste seit Jahresbeginn aufgebaut.

Der S&P 500 schloss den Monat Februar mit -8,2%, der S&P 400 mit -9,5%, der EuroStoxx mit -7,9% und der DAX mit -8,4% ab. 10-jährige US-Treasuries legten um ca. 3,3% und 10-jährige Bundesanleihen um ca. 1,7% zu.

Die Monatsrendite von -6,5% (I-Tranche und R-Tranche) des Greiff Systematic Allocation Fund resultiert hauptsächlich aus der hohen Aktienquote von über 90%. Das regelbasierte System des GSA, das anhand von über 700 Aktienanalysen die Aktienquote steuert, baute die Aktienquote aufgrund der sich positiv entwickelnden Aktien konsequent aus. Wie geht das GSA-System nun mit sogenannten „Schwarzen Schwänen“ um? Für plötzlich fallende Aktienkurse auf breiter Front sieht die GSA Strategie individuelle Stopp-Loss Levels für alle investierten Aktien vor. Dadurch wird sichergestellt, dass das Verlustpotenzial im Vergleich zum Aktienmarkt reduziert wird, sofern die Verlustphase weiterhin anhält. Die Funktionsweise der Stopp-Loss-Systematik konnte auch in der letzten Februarwoche im Fonds beobachtet werden (siehe nachfolgende Grafik). Täglich wurden bis zu 20 Aktien verkauft und dadurch die Aktienquote bis zum 28.02.2020 auf ca. 66% reduziert.
Diese nun verbleibenden Aktien weisen einen durchschnittlichen Stopp-Loss von 9% aus. Obwohl Stopp-Loss Levels keine feste Wertuntergrenze definieren, geben sie doch einen Anhaltspunkt für das aktuell verbleibende Verlustpotenzial, das sich auf ca. 6% des Fonds berechnen lässt.

Entwicklung der Aktienquote seit Fondsauflage

Die US-Aktienquote wurde von 45% auf 32% und die EURO-Aktienquote von 48% auf 34% reduziert. Zum Stichtag waren 100 US-Werte (32%) und 34 EURO-Werte (34%) im Portfolio.

Die Aktienquote veröffentlichten wir wöchentlich neben weiteren Informationen zum Fonds unter http://www.greiff-systematic.de/News

Das Portfolio war mit Blick auf die Sektoren breit diversifiziert. Das größte Gewicht weist „Industrie“ mit ca. 11,6% auf, danach folgen die Sektoren „Technologie“ (8,6%) und „Finanzdienstleister“ mit 5,6%.

Der nicht in Aktien investierte Teil des Portfolios war zum Stichtag zu ca. 4% in der Kasse und zu ca. 17% in US-Treasuries und 13% in Bundesanleihen investiert. USD-Positionen sind stets abgesichert.

Weitere Informationen

Ein Interview mit dem Fondsmanager des Greiff Systematic Allocation Fund finden Sie hier:

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