Dank Max Ottes Königsanalyse: Value Investing funktioniert!
22. Juni 2017 1646 Views

Dank Max Ottes Königsanalyse: Value Investing funktioniert!

franzisiAbonnenten von Der Privatinvestor, die unserer Empfehlung im Herbst 2016 gefolgt und das Engagement in ein britisches Outsourcing-Unternehmen eingegangen sind, haben allen Grund zu einem Freudentanz.

Der Kurs der Aktie sprang am Dienstag vergangener Woche um fast 15 Prozent nach oben!

Und seitdem steigt er weiter. Per heute notiert das Papier bei 7,00 Britischen Pfund (GBP).

Empfohlen hatten wir die Aktie bereits in Ausgabe 47/2016 von Max Ottes Börsenbrief Der Privatinvestor.

Und erstmals vorgestellt hatten wir das britische Unternehmen schon im Jahr 2005. Vor rund 1,5 Jahren stand die Aktie dann bei rund 13 GBP. Der von uns berechnete Innere Wert war damit deutlich überschritten, so dass wir uns für eine Entnahme aus unserer Datenbank entschieden. Beobachtet haben wir die Firma seitdem aber weiterhin. Dies hat sich gelohnt. Nur ein Jahr später stürzte das Papier massiv ab und wir sahen eine optimale Gelegenheit zum Wiedereinstieg.

Der Brexit-Entscheid und zwei aufeinanderfolgende Gewinnwarnungen haben den Börsenwert innerhalb weniger Monate mehr als halbiert. Trotz der operativen Baustellen, deren Bewältigung teilweise noch andauert, kristallisierte sich letzten Herbst eine deutliche Unterbewertung der Aktie heraus. Die von Prof. Dr. Max Otte betreuten Fonds haben zugegriffen und wir haben auch den Lesern unseres Börsenbriefes die Investmentthese vorgestellt.pexels_photo_288477

Wir taxieren den Inneren Wert der Aktie weiter bei 7,90 GBP. Bis dahin ist auch jetzt noch Luft. Sie können also weiterhin zugreifen.

In unserer Aktiendatenbank und unserem Börsenbrief-Archiv finden Sie dazu alle nötigen Informationen und Analysen.

Dass die Börsenstimmung nun so schnell dreht, damit konnten auch wir nicht rechnen. Die Freude ist aber umso größer.

Was ist in der vergangenen Woche passiert? Eigentlich nichts. Das Unternehmen steckt immer noch in der Umstrukturierung.

So kann es aber an der Börse gehen. Benjamin Graham hatte schon Recht, Mr. Market als „manisch depressiv“ zu bezeichnen. Herrscht bei einem Titel zuvor extrem pessimistische Stimmung, braucht es manchmal nur einen Funken (und manchmal noch nicht einmal das), und schon kippt von einem Moment auf den anderen alles wieder in Optimismus.

In seinem Klassiker „The Intelligent Investor„ schrieb Benjamin Graham:

„Stellen Sie sich vor, Sie besitzen einen kleinen Anteil an einem Privatunternehmen, für den Sie 1.000 US-Dollar bezahlt haben. Einer ihrer Partner namens Mr. Market ist sehr entgegenkommend. Er sagt Ihnen jeden Tag, was Ihre Beteiligung seiner Meinung nach wert ist, und darüber hinaus bietet er Ihnen an, Sie entweder freizukaufen oder dass Sie zu diesem Preis einen zusätzlichen Anteil kaufen. Manchmal scheint seine Wertvorstellung plausibel und durch die geschäftlichen Entwicklungen sowie die Aussichten, die Ihnen bekannt sind, gerechtfertigt zu sein.

Doch andererseits lässt sich Mr. Market von seiner Begeisterung oder seinen Befürchtungen mitreißen und der Wert, den er vorschlägt, kommt Ihnen geradezu dämlich vor. Wenn Sie ein vorsichtiger Anleger oder ein vernünftiger Geschäftsmann sind, lassen Sie dann Ihre Meinung über den Wert einer Beteiligung an dem Unternehmen, die 1.000 US-Dollar gekostet hat, von den täglichen Mitteilungen von Mr. Market bestimmen?

Das tun Sie nur, wenn Sie mit ihm einer Meinung sind oder wenn Sie mit ihm handeln. Sie dürften glücklich darüber sein, an ihn zu verkaufen, wenn er einen lächerlich hohen Preis bietet, und genauso glücklich, ihm einen Anteil abzukaufen, wenn der Preis niedrig ist. Aber in der restlichen Zeit ist es klüger, wenn Sie sich Ihre eigenen Gedanken über den Wert Ihrer Position machen, und zwar anhand vollständiger Berichte des Unternehmens über seinen Betrieb und seine Finanzlage.“

Graham sagte auch, dass der Markt nicht dazu da ist, Ihre Investmententscheidungenzu bestimmen (das wäre der Fall, wenn Sie Trendfolge oder Chartanalyse betrieben), sondern Ihnen zu dienen. Aber das ist verdammt schwer.

Die wesentliche Erkenntnis, die auch heute für jeden Value Investor gilt: Der Markt ist eine Wahlmaschine, keine Wiegemaschine.

Es ist unsere Strategie, mit Ihnen gemeinsam, werte Anleger, genau von diesen Schwankungen des Marktes zu profitieren.

Wann ein Wendepunkt kommt, können Sie vorher nie wissen. Manchmal ist jahrelange Geduld erforderlich. Manchmal – wie jetzt in diesem aktuellen Fall – geht es ganz schnell.

Für den langfristigen Erfolg an der Börse können und sollten Sie aber stets folgende Schritte beachten:

1. Analysieren Sie den Titel und bestimmen Sie den Inneren Wert.
2. Kaufen Sie zu einem attraktiven Preis.
3. Warten Sie und Verkaufen Sie, wenn der Kurs nahe des Inneren Wertes steht (oder bei absoluten Qualitätstiteln  zu einem vertretbaren Aufschlag darüber.)

Genau das ist es, was wir Value-Investoren tun.

Eine erfolgreiche Aktienstrategie basiert immer und überall auf einer durchdachten Fundamentanalyse. Nur wenn Sie, liebe Leser, die Zahlen des Unternehmens genau kennen und richtig bewerten, können Sie auch unterbewertete Aktien entdecken und mit etwas Geduld von den kommenden Korrekturen profitieren.

Herzlichst,

Ihre

Unterschrift Franzisi

Kerstin Franzisi

Chefredaktion Der Privatinvestor

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