ODDO BHF Marktansichten: „50 Jahre nach Bretton Woods: Gold, Inflation und Diversifikation“

23. August 2021


Am 15. August 1971, vor genau 50 Jahren, trat der amerikanische Präsident Richard Nixon vor die Presse und beendete die Konvertibilität des US-Dollars in Gold und führte Lohn- und Preiskontrollen ein. Nixon legte damit den Grundstein für das Ende des internationalen Finanzsystems von Bretton Woods aus dem Jahre 1944, nach dessen Umsetzung im Jahr 1958 US-Dollar zum festen Kurs von 35 USD pro Unze in Gold getauscht werden konnten. Nach Milton Friedman wurde mit dem „Nixon Schock“ vor 50 Jahren weltweit der Weg zu ungedeckten Fiat-Währungen1 beschritten.

Während das Angebot an Fiatgeld aufgrund geldpolitischer Beschlüsse rasch ausgeweitet werden kann, ist das Angebot an Gold wenig flexibel, da Goldvorkommen begrenzt und die Förderung von Gold zeit- und kostenaufwendig ist. Marktbeobachter argumentieren oftmals, dass Gold eine gute Absicherung gegen Inflation sei, da die Kosten der Goldförderung langfristig mit der Inflation steigen sollten. Campbell Harvey und Claude Erb, zwei prominente Forscher zum Thema Gold, weisen darauf hin, dass ein Centurio in Rom pro Jahr 38,6 Unzen Gold pro Jahr verdient habe und dies ungefähr der Lohn eines Hauptmanns in der U.S. Army heutzutage sei. Zudem sei der Preis eines Brotes zu Zeiten des Babylonierkönigs Nebukadnezar im Jahr 562 vor Christus und heute in Gold bewertet fast gleich hoch. Gold könnte demnach über sehr lange Perioden von einigen Jahrhunderten ein recht guter Schutz vor Inflation gewesen sein…

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