Starmanager Fischer: Bitcoins werden wegreguliert

Die Kryptowährung Bitcoin wird früher oder später den Regulatoren zum Opfer fallen, sagt Frank Fischer von Shareholder Value Management. Aktuell sieht der Fondsmanager die Gefahr einer Blase am Bitcoin-Markt.

1479395330_fischer-frank.jpg
Frank Fischer, Chefanlagestratege von Shareholder Value Management

Frank Fischer, Chefanlagestratege des Fondsanbieters Shareholder Value Management, sieht schwarz für die Zukunft der Kryptowährung Bitcoin. „Falls sich Bitcoins durchsetzen, werden sie wegreguliert“, sagte er beim jüngsten Roundtable der „Wirtschaftswoche“. Die Politik wolle die Hoheit über die Währungen auf alle Fälle behalten. „Bitcoins könnten das bessere Geld sein, weil sie knapp sind. Aber die aktuelle Preisentwicklung wirkt wie eine Blase“, warnte der Starmanager des Flaggschiffproduktes Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Der Kurs der Kryptowährung steht mittlerweile bei mehr als 4.000 Euro.

Investment-Urgestein Klaus Kaldemorgen stimmt Fischer in der Sache zu, bezweifelt aber, dass sich die herrschende Anarchie auf dem Bitcoin-Markt tatsächlich regulatorisch in den Griff bekommen lässt. „Kein Staat kann es sich bieten lassen, dass man Gesetze mithilfe von Cyberwährungen umgeht“, sagte der Starmanager der Deutschen Asset Management. Aber: „Ich bezweifle, dass man Bitcoins begrenzen kann. Da gibt es dann irgendeinen Algorithmus, mit dessen Hilfe plötzlich mehr Bitcoins geschaffen werden.“ Kaldemorgen zieht wahre Werte zum Anfassen vor, etwa Gold.

Chancen bei Auto- und Pharmatiteln
Fischer investiert nach dem Vorbild von Investmentlegende Warren Buffett. Der sitzt derzeit allerdings auf rund hundert Milliarden US-Dollar, die er nicht ausgibt, weil ihm viele Unternehmen zu teuer sind. Fischer dagegen sieht derzeit in vielen Branchen Chancen für Schnäppchenjäger, etwa in der Auto- und der Pharmaindustrie.

Zu seinen Favoriten zählt aktuell die Aktie des Diabetes-Weltmarktführers Novo Nordisk. Auch Titel von Lithiumanbietern oder Batterieherstellern könne man derzeit zu vernünftigen Preisen kaufen. Sie könnten vom Trend zu mehr E-Mobilität profitieren.

Vom beliebten „Trump-Bashing“ hält Fischer im Übrigen nicht allzu viel. „Aktuell wird Donald Trump verteufelt. Ich habe die vage Hoffnung, dass er mit einer Steuerreform die Erwartungen endlich mal erfüllen kann und diese Überraschung auch den Börsen hilft.“ (fp)

Zurück Ausschüttungspolitik
Nächste Die aktuelle Investment-Depesche der HANSAINVEST

Zum Partner Profil


Das könnte Ihnen auch gefallen

Disruptive Finanztechnologie – Diskussionsrunde

Die Beurteilung der Frage, ob die in der Finanzindustrie Einzug haltende Digitalisierung nun einen evolutionären oder revolutionären Prozess verkörpert, war in der Diskussionsrunde im Rahmen des Galadinners TACHELES abhängig vom Standpunkt. Prof. Dr. Christian Rieck (Frankfurt University of Applied Sciences),

ACATIS GANÉ Value Event Fonds UI – Monatsbericht Juli 2017

Der Fondspreis verbesserte sich im Juli um 0,2%. Seit Jahresanfang beträgt der Zuwachs 6,1%. Im Berichtsmonat meldete Grenke starke Zahlen für das erste Halbjahr und hob die Wachstumsprognose auf 16-21% für das Leasing-Neugeschäft an. LVMH und McDonald’s gelang ein regelrechter

ACATIS GANÉ Value Event Fonds UI – Monatsbericht Oktober 2017

Der Fondspreis verbesserte sich im Oktober um 1,7%. Seit Jahresanfang beträgt der Zuwachs 9,7%. Im Berichtsmonat profitierte Microsoft von der Stärke seines Cloud-Geschäfts im dritten Quartal. Der französische Luxusgüterkonzern LVMH erlöste dank seiner Mode- und Lederwarensparte mehr als vom Markt