22. Juli 2020 169 Views

Deutschlands Wohnungsmarkt auf solidem Fundament

Ein Gastbeitrag von Dr. Gudrun Rolle, Research bei Swiss Life Asset Managers Deutschland

2019 war ein fulminantes Jahr für den deutschen Immobilienmarkt; auch 2020 startete vielversprechend. Dann kam Corona, der Lockdown und vieles ist seitdem erst einmal anders.

Investoren stellen sich grundsätzlich weiterhin die Frage, wo sie Kapital am besten platzieren. Aufgrund des bestehenden Umfelds – Niedrigzins und Mangel an alternativen Anlageprodukten – bleiben Immobilien zwar die präferierte Assetklasse, doch die neue Unsicherheit rüttelt an den Plätzen der einzelnen Nutzungsarten.

In der Krise erweist sich insbesondere Wohnen als resistent. Das verdeutlicht die Entwicklung des EPRA/NAREIT Residential Indexes, der europäische Wohnimmobilienaktien abbildet: Zwar verlor auch dieser Mitte März, als Europa im Zuge der Corona-Bekämpfung in den Lockdown wechselte, kurzfristig fast 30 % an Wert, erholte sich aber beinahe ebenso schnell. Schon im Mai wurden wieder Vor-Corona-Werte erreicht. Ende Mai lag der Index gegenüber dem 31.12.2019 mit 2 % leicht im Plus.

Dass der Markt gerade deutsche Wohnimmobilien in Krisenzeiten zu schätzen weiß, bestätigt eine Umfrage unter Top-Entscheidern aus der Immobilienwirtschaft: Von März auf April stieg die Präferenz der Investoren für den Sektor Wohnen um absolut 12 %. Keine andere Nutzungsart konnte in der Krise so deutlich zulegen.

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