5. Mai 2020 314 Views

Im Gespräch mit Carmen Reschke

«Wir haben zum Anlegerschutz eines der strengsten Fondsgesetze weltweit.»

Wer darf Offene Immobilienfonds auflegen? Wer beaufsichtigt und kontrolliert Offene Immobilienfonds? Carmen Reschke, Geschäftsführerin der Swiss Life KVG, steht im Gespräch Rede und Antwort.


Offene Immobilienfonds unterliegen der deutschen Finanzaufsicht BaFin. Was bedeutet das?

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) sowie die weiteren regulatorischen Vorgaben. Dabei prüft sie genau die Eignung der Geschäftsleiter und Inhaber der Fondsgesellschaften bzw. Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVG), die die Offenen Immobilienfonds managen. Die Überwachung der KVG´en und deren laufendes Geschäft erfolgt unter anderem durch die Kontrolle der Wirtschaftsprüfungsberichte der Fondsgesellschaften. Oberstes Gebot der BaFin ist immer der Anlegerschutz und die Einhaltung der Gesetze.

Wie umfangreich ist die Kontrolle durch die BaFin?

Sehr umfangreich, es fängt schon bei dem Erlaubnisantrag zur Gründung einer Fondsgesellschaft nach dem KAGB an. Hier wird der Geschäftsplan geprüft, inklusive Qualifikationsprüfung der Mitarbeiter und einem Organisationsplan. Auch die Eigentümerstruktur wird mit Blick auf die Seriosität und die Finanzstärke unter die Lupe genommen. Werden von der Fondsgesellschaft einzelne operative Tätigkeiten auf Dritte ausgelagert, so werden auch diese Unternehmen genau durchleuchtet. Zur Kontrolle der BaFin gehört auch die Prüfung der vielfältigen unterjährigen Anzeigepflichten der Fondsgesellschaften, unter anderem mit Blick auf die wirtschaftliche Situation oder auch die Testate der Wirtschaftsprüfer zu den finanziellen Aspekten.

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