Aktueller Kommentar des UBS Chefökonomen: Sollten Anleger die D-Mark abstoßen?
31. März 2017 1338 Views

Aktueller Kommentar des UBS Chefökonomen: Sollten Anleger die D-Mark abstoßen?

Lesen Sie den aktuellen Kommentar unseres Chefökonomen, Paul Donovan – “Sollten Anleger die D-Mark abstoßen? Die wesentlichen Aussagen zusammengefasst:

  • UBS geht nicht von einem Zerfall des Euro aus. Anlegern, die damit rechnen, dass der Euro abgeschafft wird, bietet deutsches Bargeld keinen sicheren Hafen.
  • Anleger, die mit dem Ende des Euro rechnen, könnten sich veranlasst fühlen, Geld in deutsches Gebiet umzuschichten. Dadurch würde die Geldmenge in Deutschland anwachsen.
  • Ein solcher Anstieg könnte aufgrund von Spekulationsgeschäften auf das Auseinanderbrechen des Euro drastische Ausmaße annehmen, je nachdem, wie rasch Kapitalverkehrskontrollen eingeführt würden.
  • Nach dem Zerfall des Euro könnten die politischen Entscheidungsträger in Deutschland entweder die Zunahme der deutschen Geldmenge und die damit verbundene Inflation hinnehmen oder die Geldmenge verringern.
  • Letzteres könnte dazu führen, dass für ausländische Anleger oder Großinvestoren ein anderes Umtauschverhältnis gelten würde. 1990 konnten ostdeutsche Kleinanleger ihre Vermögen im Verhältnis 1 zu 1 von Ostmark in D-Mark umtauschen, während für Ausländer ein Umtauschkurs von 3 zu 1 galt. Dieser Präzedenzfall lässt darauf schließen, dass deutsches Bargeld im Fall eines Auseinanderbrechens des Euro keine garantierte Wertanlage ist.

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