
Ist klassisches Value-Investing tot?
Unter dem Label „Modern Value" rücken zunehmend Unternehmen mit starken Wettbewerbspositionen, hohen Kapitalrenditen und strukturellem Wachstum in den Fokus. Solche Eigenschaften hätte man traditionell eher dem Growth-Lager zugeordnet. Dabei treten klassische Bewertungskennzahlen wie das Kurs-Buchwert-Verhältnis treten dabei oft eher in den Hintergrund.
Wenn ein Value-Fonds jedoch hauptsächlich in Compounder und Qualitätswachstumswerte investiert, stell sich die Frage: Ist das noch ,,Value", oder ,,Growth" unter anderem Namen? Wo verläuft die Grenze, und spielt sie für den Anleger überhaupt eine Rolle? Hat sich die Welt so verändert, dass das klassische Value-Investing nach Graham und Dodd nicht mehr funktioniert, oder wird es unter neuem Namen nur falsch angewendet?
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